UPDATE | Impfgegner schrecken immer seltener vor verbaler oder körperlicher Gewalt gegen Ärzte zurück. Das BKA schätzt daher "Impfgegner oder Corona-Leugner" als "relevantes Risiko" im Zusammenhang mit Angriffen auf Impfzentren oder Arztpraxen ein. Für das "dort tätige Personal besteht die Gefahr, zumindest verbalen Anfeindungen bis hin zu Straftaten" wie etwa Körperverletzung ausgesetzt zu sein, teilt das Bundeskriminalamt der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" mit. Genaue Zahlen gibt es zwar noch nicht. In vielen Fällen ermittelt aber der Staatsschutz.
Auch der Präsident des thüringischen Verfassungsschutzes, Stephan Kramer, warnt vor einer zunehmenden Radikalisierung der Szene der Corona-Leugner. Dem Redaktionsnetzwerk Deutschland sagt er: "Die vierte Welle, die Diskussion über Booster-Impfungen und Verschärfungen von Corona-Maßnahmen wie die Ausweitung von 2G-Regelungen können zu einem neuen Push für die Szene führen." Kramer verweist darauf, dass dies über Demonstrationen hinaus auch in Internet-Kommentaren zu erkennen sei. "Wir erleben im ganzen Land Pöbeleien, Beleidigungen, tätliche Angriffe und ultraaggressives Verhalten."