Die
Menschen im Norden Englands sind einer Untersuchung zufolge bislang
härter von der Pandemie betroffen als der Rest ihrer Landsleute. Sie verbrachten im Schnitt rund anderthalb Monate mehr in Lockdowns, hatten mehr psychische Leiden sowie ein größeres Risiko, an Covid-19 zu sterben, wie aus einer Auswertung der Northern Health Science Alliance hervorgeht.Die
Sterberate an Covid-19 lag im Norden demnach
17 Prozent höher als im Rest des größten britischen Landesteils,
in Pflegeheimen sogar 26 Prozent höher. Da die Corona-Lockdowns in England zeitweise abhängig von der regionalen Infektionslage verhängt wurden, verbrachten die Menschen im Norden Englands durchschnittlich 41 Tage länger unter harten Beschränkungen. Die Studienautoren führen die Unterschiede zu großen Teilen auf eine
größere Armut in der Region sowie einen
schlechteren Gesundheitszustand der Bürgerinnen und Bürger bereits vor dem Ausbruch der Pandemie zurück.