Bundesgesundheitsminister
Jens Spahn hat
im Gespräch mit der von Corona schwer getroffenen
Club- und Kulturbranche die Rolle des Impfens betont. Zu Frage nach einer Perspektive für die Branche sagte Spahn, die sicherste Bedingung für die Gesellschaft sei eine Impfquote von deutlich über 80 Prozent. "Dann kämen wir ziemlich sicher durch Herbst und Winter." Die Voraussetzung: "Solange sich das Ding nicht nochmal verändert" - also keine neuen Varianten auftreten. Aktuell sind mehr als 60 Prozent der Menschen in Deutschland vollständig gegen das Coronavirus geimpft.Ein Datum könne er nicht nennen. Er unterstrich, wie
wenig planbar die Lage ist. "Ich kann euch nicht sagen, was im Dezember ist." Einen
"Freedom Day" für eine allgemeine Öffnung wie in Großbritannien sieht Spahn
skeptisch. Offen zeigte er sich für Modellprojekte der Clubs, die das Tanzen innen möglich machen könnten. Spahn traf sich im Kreuzberger "Ritter Butzke" mit Vertretern der Club-, Kultur- und Veranstaltungsbranche. Diese leidet seit 18 Monaten besonders stark unter den Folgen der Pandemie. So sind die Innenräume der Berliner Clubs seit März 2020 weitgehend lahmgelegt.