Die Museen, Gedenkstätten und Ausstellungsräume in Sachsen dürfen ab heute (Montag 4. Mai 2020) wieder für Besucher öffnen. Dabei werden die Öffnungen schrittweise vollzogen. Nicht alle Museen und Gedenkstätten können sofort öffnen und nicht alles wird sofort zugänglich sein. Im Vordergrund steht für die Museen der Schutz ihrer Besucher und ihrer Mitarbeiter im Hinblick auf die geltenden Hygienevorschriften.
„Heute ist ein guter Tag, weil auch Kultur endlich wieder vor Ort erlebbar wird. Wir alle haben in den letzten Wochen gespürt, wie wichtig die Museen und Gedenkstätten sind. Ich danke allen Mitarbeitern der Museen in Sachsen, die sich viele Gedanken gemacht und die sich vorbereitet haben, damit wir in dieser Woche beginnen können, die Türen der Museen zu öffnen und zu sagen: Herzlich willkommen! Es wird Einschränkungen geben, aber grundsätzlich laden die Museen wieder ein, Neues zu entdecken und in den vergangenen Wochen Vermisstes wieder zu sehen“, betonte Kulturministerin Barbara Klepsch heute auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit den Museen.
Der Sächsische Museumsbund begrüßt die Entscheidung des Kabinetts, die Wiedereröffnung der Museen in Sachsen zu gestatten. Museen sind öffentliche Orte, sind Orte des Miteinanders und des gemeinsamen Erlebens und Lernens, sind Orte der Kontemplation und der Inspiration und sie sind Orte der Diskussion über Vergangenheit, Gegenwart und über unsere Zukunft. Nicht mehr für die Menschen in einer verbindenden Öffentlichkeit da sein zu können, war für die sächsischen Museen und ihre Mitarbeiter eine große Belastung und Herausforderung. Der Vorsitzende des Sächsischen Museumsbundes, Joachim Breuninger, fasst zusammen, was alle Museen in den letzten Wochen erlebt haben: „Die zurückliegenden Wochen haben klar gemacht, wie wichtig Kulturangebote, wie wichtig Museen für die Gesellschaft sind. Sie haben deutlich vor Augen geführt, dass sich Kultur und hier vor allem Museen nur sehr begrenzt in den virtuellen Raum verlagern lassen und die vielen digitalen Angebote, die die Museumsmitarbeiter in den letzten Wochen auf die Beine gestellt haben, nicht den Besuch eines Museums ersetzen können.“
Beim Museumsbesuch gelten laut aktualisierter Corona-Schutzverordnung entsprechende Hygieneregeln. Es darf sich nur eine bestimmte Anzahl von Besuchern gleichzeitig in den Ausstellungen aufhalten (ein Besucher pro 20 Quadratmeter Besucherverkehrsfläche) und die Mindestabstandsregeln von 1,5 Metern müssen auch im Museum eingehalten werden. Nach Möglichkeit soll auf interaktive Aktionen mit zusätzlichen Kontakten (Tastenbedienung, Touchscreens usw.) verzichtet werden. Dies bedeutet auch, dass vor allem Bereiche für Kinder, in denen viel mit taktilen und interaktiven Angeboten gearbeitet wird, in der Regel noch geschlossen bleiben müssen. Besucher sollten sich vorab auf den Homepages der Museen über die aktuellen Angebote informieren.
Die Landesstelle für Museumswesen in Sachsen hat dazu gemeinsam mit dem Sächsischen Museumsbund Handlungsempfehlungen für die Wiedereröffnung erarbeitet und unter www.museumsbund-sachsen.de veröffentlicht.