Vergleicht man die Zahlen von Februar 2020 mit März 2020 zeigt sich eine enorme Verschiebung der Ausgaben für digitale Werbung. Der größte Rückgang der Werbeausgaben ist bei kleineren Werbetreibenden mit einem Budget unter 1 Million US-Dollar zu verzeichnen. Nur Unternehmen, die mehr Budget zur Verfügung haben, haben ihre Werbeausgaben gesteigert.
Beim Blick auf die unterschiedlichen Branchen zeigt sich, dass lediglich die Segmente Beauty und Fitness nicht nur ihr Investitionsniveau hielten, sondern sogar erhöhten. „Diese Branchen standen bereits in der Zeit vor COVID-19 unter einem heftigen Konkurrenzdruck. Sie scheinen daher am besten geeignet zu sein, sich schnell an Veränderungen anpassen zu können und neue Wachstumschancen zu finden. Darüber hinaus erwarten viele stationäre Schönheits- und Fitnessunternehmen einen kurzfristigen Kundenstrom, sobald die Beschränkungen gelockert werden“, erklärt Olga Andrienko, Head of Global Marketing bei SEMrush.
Mit den sinkenden Werbeausgaben sinken auch die Werbekosten
Wie aus der CPC-Karte von SEMrush hervorgeht, ist in den meisten Branchen zudem ein Rückgang des durchschnittlichen CPC zu verzeichnen. Derzeit können Werbetreibende also mehr Benutzer pro Dollar erreichen als vor COVID-19. Die einzigen Ausnahmen sind hier die Branchen Online-Bildung und Fitness & Gesundheit sowie Kryptowährungen. Nach wie vor konstant zeigt sich die Branche Schmuck. Versicherungen und Online-Bildung sind nach wie vor die teuersten Branchen für Werbung. Die Preise pro Keyword haben sich hier nur unwesentlich verändert, denn die Nachfrage nach beiden nehmen zu. Bei Reisen ist der Rückgang der Werbeausgaben hingegen unvermeidlich, da unklar ist, wann die ihnen auferlegten Einschränkungen aufgehoben werden.
"Werbetreibende sollten in der Corona-Krise nach neuen Möglichkeiten suchen. Viele Verbraucher sind nun zu Zeiten online, an die Marketer vorher nie gedacht haben. Sie sollten ihre Werbung genau dann ausspielen, wenn ihre Zielgruppe im Netz unterwegs ist, bevor die Konkurrenz es genauso macht“", sagt Olga Andrienko, Head of Global Marketing bei Semrush.