Tui-Chef Fritz Joussen richtet den weltgrößten Touristikkonzern auf möglicherweise länger anhaltende Folgen der Coronakrise ein. «Wir waren sehr stark gestartet ins Jahr. Dieser Vorsprung schmilzt im Augenblick ab», sagte der Manager am Dienstag am Rande einer Betriebsräte-Konferenz in Hannover. Derzeit sei die Zurückhaltung vieler Kunden sehr hoch. «Und das wird sicherlich auch noch einige Wochen so bleiben.» Nach dem Plus von 14 Prozent bei den Sommerbuchungen und der Erwartung eines «Boom-Jahres» nach der Insolvenz des Rivalen Thomas Cook sehe man die Lage inzwischen mit gemischten Gefühlen: «Wie das Jahr wird, wissen wir nicht.»