Die
Corona-Pandemie und der Teil-Lockdown verschärfen
aus Sicht des
Paritätischen Wohlfahrtsverbands die Lage für ärmere Familien und
öffnen die Schere zwischen Arm und Reich weiter. Frische Lebensmittel seien teurer geworden, auch notwendige Schutzkleidung und Hygieneartikel kosteten viel Geld, sagte die baden-württembergische Verbandsvorsitzende Ursel Wolfgramm der Deutschen Presse-Agentur. Betroffene Menschen hätten
keine finanziellen Rücklagen, außerdem verstärke die Kurzarbeit die prekäre finanzielle Lage. «Menschen, die ohnehin wenig haben, gehören zu den großen Verlierern der Corona-Krise», sagte Wolfgramm.
Nach Einschätzung des Verbandes wächst auch die soziale Ungleichheit in der Gesellschaft. «Arm sein, das bedeutet
vielfach stigmatisiert, abgehängt und ausgeschlossen zu sein», sagte Wolfgramm, die am Freitag (12 Uhr) den bundesweiten Armutsbericht mit Blick auf Baden-Württemberg und die Region Stuttgart vorstellen wird.
Jakob de Santis