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20210124142453

Keine Abstandsgebote in Kitas und Grundschulen

10:59
28.05.2020
Wenn Kitas und Grundschulen im Südwesten bis Ende Juni wieder vollständig öffnen, werden dort die Abstandsgebote wegen des Coronavirus wegfallen. Ein Regelbetrieb könne nur ohne Abstandsgebote gehen, sagte eine Sprecherin des Kultusministeriums am Donnerstag in Stuttgart. Deshalb habe das Land die Studie an den Unikliniken zum Thema Kinder und Coronavirus in Auftrag gegeben.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) hatten am Dienstag erklärt, dass Kinder als Überträger des Virus nur eine untergeordnete Rolle spielten. Sie stützten sich dabei auf Zwischenergebnisse der besagten Studie und kündigten eine vollständige Öffnung der Kitas und Grundschulen bis Ende Juni an. Dazu sollen jetzt Konzepte erarbeitet werden.

Das Kultusministerium schreibt auf seiner Internetseite mit Verweis auf die ersten Erkenntnisse der Studie, bei Kindern bis zehn Jahren könne auf Abstandsgebote verzichtet werden. "Entscheidend wird jedoch sein, dass die jeweiligen Gruppen oder Klassen untereinander bleiben und sich nicht vermischen, auch nicht in den Pausen." Dazu solle mit den Kommunen und Trägern zügig ein Rechtsrahmen erarbeitet werden.

Simone Lohner

Evangelischer Landesbischof: Pfingsten ist notwendig

10:57
28.05.2020
Die Botschaft des Pfingstfestes von Verständnis und Miteinander ist nach Ansicht des evangelischen Landesbischofs in Württemberg, Frank Otfried July, gerade zu Corona-Zeiten dringend notwendig. An Pfingsten treffe man in diesem Jahr auf eine Situation der gesellschaftlichen Verunsicherung und der Suche nach Orientierung und Wahrheit, teilte July am Donnerstag mit. Die Krise habe ein breites Spektrum von Meinungen und persönlichem Verhalten wie unter einem Brennglas ans Licht gebracht. "Da sehe ich große Solidarität und Gemeinsinn, aber auch Egoismus und Rücksichtslosigkeit."

Das Pfingstwunder, wie es in der Apostelgeschichte der Bibel beschrieben werde, habe es geschafft, dass sich plötzlich Menschen verstehen konnten, die sich vorher wegen ihrer verschiedenen Sprachen nicht verstanden hatten. "Nun können wir in unserer pluralen, von unterschiedlichen Einsichten und Interessen geleiteten Gesellschaft kein Pfingstwunder "produzieren"", sagte July. "Aber wir können um "Geistesgegenwart" beten und versuchen, geistesgegenwärtig zu sprechen und zu handeln."

In diesem Sinne könne man denen deutlich widersprechen, die kein Interesse an Verständigung hätten, oder anderen, denen der Rest der Welt egal sei. "Genauso wie denen, die die Sprache der Menschenwürde und des Friedensstiftens als naive Dialekte abtun wollen. Und nicht zuletzt denen, die ihre eigene Freiheit auf Kosten anderer durchsetzen wollen."

Simone Lohner