Letztes Update:
20210124142453

ADAC erwartet Staus an Pfingsten

08:47
25.05.2020
Nach mehr als zwei Monaten mit weitgehend leeren Straßen wegen der Corona-Pandemie müssen Autofahrer an Pfingsten wieder mit Staus und vollen Autobahnen rechnen. "Ein Deutschland-Urlaub mit dem Auto steht hoch im Kurs", sagte Holger Bach von der Abteilung Verkehr und Umwelt beim ADAC Württemberg am Montag in Stuttgart. "Da Flugreisen ins Ausland aktuell keine Option sind, werden sich viele Deutsche für einen Kurztrip mit dem Auto innerhalb Deutschlands entscheiden."

Durch die zunehmende Lockerung der Reiseeinschränkungen und die steigende Zahl der Angebote für Touristen seien daher wieder mehr Fahrzeuge unterwegs. Außerdem beginnen in Baden-Württemberg und auch in Bayern die zweiwöchigen Pfingstferien.

Laut ADAC-Prognose dürfte es vor allem am Freitagnachmittag, am Samstagvormittag und am Montagnachmittag voller werden. Dagegen könnte am Samstagabend, am Sonntag und am Montagvormittag eher freie Fahrt herrschen. Staus drohen laut ADAC im Großraum Stuttgart (A8/A81), auf der A6 zwischen den Kreuzen Walldorf und Weinsberg, auf der A7 zwischen Kreuz Ulm und Kreuz Feuchtwangen/Crailsheim sowie auf der A8 zwischen Merklingen und Ulm.

Patrick Kuolt

Erdbeben-Forscher profitieren von Corona-Lockdown

07:06
25.05.2020
Der Corona-Lockdown könnte Erdbeben-Forschern neue Erkenntnisse unter anderem zu sogenannten Mikrobeben bescheren. Denn das durch den Menschen verursachte Rauschen in den gemessenen Signalen war zur Hochzeit der Beschränkungen deutlich reduziert, wie Joachim Ritter vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) erklärt. "Die Abnahme der Bodenbewegung war an vielen Stationen deutlich messbar." Die Folge: Dort waren Erdbeben-Signale besser zu erkennen als vor dem Corona-Lockdown.

"Ich hoffe, dass wir an ein paar Messstellen Signale sehen werden, die wir sonst nicht entdeckt hätten", sagt der KIT-Professor. Die Forscher gehen davon aus, dass sie mehr Mikro-Beben aufspüren, die für die Vorhersage größerer Erdbeben von Bedeutung sind. "Normalerweise werden die Signale der kleinen Beben übertönt", so Ritter. Inzwischen rumort es mit der schrittweisen Rückkehr zum normalen Leben auf der Erdoberfläche wieder mehr.

Patrick Kuolt