Einen regulären, uneingeschränkten Unterricht wie vor der Corona-Pandemie hält Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) vor den Sommerferien nicht für realistisch. «Es wird eine Mischung aus Präsenz- und Fernunterricht sein», sagte sie der «Schwäbischen Zeitung». Die Kultusministerkonferenz hatte am Dienstag vorgeschlagen, dass alle Schüler vor den Sommerferien tageweise wieder die Schule besuchen sollen.
Der Schulbetrieb im Südwesten soll ab 4. Mai stark eingeschränkt und schrittweise mit etwa 330.000 Schülern wieder starten. Begonnen werden soll mit den Schülern, bei denen in diesem oder im nächsten Jahr die Abschlussprüfungen anstehen. Vor den Abschlussprüfungen sollen aber keine weiteren Klausuren geschrieben werden, wie Eisenmann am Dienstag sagte.
Über den Fernunterricht sagte sie in dem Interview, manches laufe nicht so, «wie wir uns das wünschen». Der Bund habe nun 500 Millionen Euro zusätzlich angekündigt, um Kindern Laptops zu geben, die sich keinen eigenen leisten könnten. «Andere Kinder haben gar keinen Internetanschluss oder wohnen im Funkloch. Wir haben da Nachholbedarf, das bestreite ich nicht», so die Ministerin. «Auch Lehrer arbeiten zum Teil über Telefon und über die gute alte Post.»