Trotz drohender Klagen von Schülervertretern sieht Kultusministerin
Susanne Eisenmann (CDU) eine
Absage der bevorstehenden Abschlussprüfungen wegen der Corona-Pandemie in Baden-Württemberg
nicht als Option. «Wir haben die Prüfungen verschoben und wir werden berücksichtigen, dass die Prüfungen in ungewöhnlichen Zeiten stattfinden», sagte Eisenmann in einem Interview der «Pforzheimer Zeitung» (Dienstag). Die Abschlussprüfungen im Land sollen nun
ab dem 18. Mai beginnen.
Besondere Umstände würden dennoch in Betracht gezogen. «Wer sich nicht in der Lage sieht, die Abschlussprüfung zu schreiben, kann auf einen
Nachschreibetermin ausweichen», sagte die CDU-Politikerin weiter. Niemand solle wegen der Pandemie einen Nachteil haben.
Mehr als 65 Schülersprecher hatten am Montag gefordert, die Abschlussnoten aus den vor Beginn der Pandemie erbrachten Leistungen zu bilden. In einer Mitteilung hatten sie
mit Klagen gegen das Land gedroht, sollten die bevorstehenden Abschlussprüfungen nicht abgesagt werden. Nur so könnten Gesundheit und Gerechtigkeit im Schulsystem gewährleistet werden.
Jakob de Santis