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Stuttgarts Ballett darf unter Auflagen wieder trainieren

12:03
27.04.2020
Das Stuttgarter Ballett macht einen Schritt zurück in die Normalität und nimmt das Training wieder auf - allerdings unter strengen Einschränkungen wegen des Ansteckungsrisikos durch das Coronavirus. Nach sechs Wochen sei es wieder möglich, in kleinen Gruppen, auf freiwilliger Basis und mit Abstand untereinander zu trainieren, teilte eine Ballettsprecherin am Montag mit. Zuvor sei eine Verordnung für Profisportler um die Berufsgruppe der professionellen Balletttänzer erweitert worden.

Weiterhin seien die Garderoben gesperrt, vor- und nachbereiten müssten sich die Tänzerinnen und Tänzer zu Hause. Außerdem werden die Pianistinnen und Pianisten sowie die Ballettmeister digital zugeschaltet, wie es hieß. «Wir sind erleichtert», sagte Tamas Detrich, der Intendant des Balletts, das seit Beginn der 1960er Jahre zu den weltweit führenden Ensembles gehört.

Jakob de Santis

Wirtschaftsministerin begrüßt Diskussion um Recht auf Homeoffice

11:44
27.04.2020
Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) begrüßt den Vorschlag von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD), das Recht auf Arbeiten von zu Hause aus gesetzlich zu verankern. «Wir sehen gerade jetzt in der Corona-Krise, dass im Homeoffice sehr viel Potenzial steckt», sagte Hoffmeister-Kraut am Montag. Heils Ankündigung greife daher einen wichtigen Aspekt auf. «Es wird aber auf die konkrete Umsetzung ankommen - darüber wird man reden müssen.»

Grundsätzlich sei es sinnvoll, dass die Politik einen verlässlichen Rechtsrahmen für Homeoffice vorgibt. «Ich denke hier zum Beispiel auch an flexiblere Regelungen bei der Arbeitszeit.» Man müsse allerdings aufpassen, dass es dabei nicht zu einer Überreglementierung komme. Die betrieblichen Abläufe müssten stimmen und die jeweiligen Umstände des einzelnen Arbeitsplatzes berücksichtigt werden, sagte die Wirtschaftsministerin.

Jakob de Santis

Bildungsverbände fordern mehr Tempo bei Digitalisierung

10:56
27.04.2020
Vor dem Hintergrund der Corona-Krise kritisieren Bildungsverbände im Südwesten enorme Rückstände der Schulen im Land bei der Digitalisierung. Das Schulsystem im Land sei weder technisch noch inhaltlich darauf vorbereitet, einen online-gestützten Fernunterricht anzubieten, kritisieren die Verbände in einem Brief an Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU). Sie fordern etwa eine Grund-Digitalisierung der Schulen im Land bis zu den Sommerferien 2021 und die Einrichtung eines Digitalisierungs-Beirats unter Beteiligung der Verbände.

Corona zeige wie unter dem Brennglas, was im Bildungsbereich los sei, kritisierte Matthias Wagner-Uhl vom Verein für Gemeinschaftsschulen. Thomas Speck vom Berufsschullehrerverband forderte für Schulen schnelle Internetverbindungen, eine alltagstaugliche WLAN-Struktur und pädagogische Server. Lehrer und Schüler müssten 1:1 mit digitalen Endgeräten ausgestattet werden. Die GEW-Landesvorsitzende Doro Moritz beklagte einen Mangel an Fortbildungen für Lehrer.

Jakob de Santis