Vielleicht war das
Frühlingswetter schuld, vielleicht auch der
Drang nach Geselligkeit: Trotz scharfer
Einschränkungen und öffentlicher Ermahnungen hat die Polizei am Wochenende
mehrere sogenannte Corona-Partys, Gartenfeiern und sogar ein Treffen in einer Shisha-Bar aufgelöst und
Hunderte von Menschen angezeigt.
Auch
die Feier in einer Stuttgarter Shisha-Bar wird
Konsequenzen haben für
rund zwei Dutzend Menschen: "Die dort angetroffenen Personen erwartet
ein Verfahren nach dem neuen Bußgeldkatalog des Landes", sagte ein Stadtsprecher. Der
Strafrahmen liegt dabei zwischen 250 und 1000 Euro. Das Ordnungsamt will zudem
die Konzession des Betreibers prüfen.
Die Polizei hatte nach eigenen Angaben die
Tür von der Feuerwehr aufbrechen lassen müssen, weil in der Shisha-Bar niemand auf die
Aufforderungen zu öffnen reagiert hatte. Die meisten Feiernden hatten sich in einem
Lagerkeller verbarrikadiert, als die Polizei sie kontrollierte.
Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) hatte das Verhalten als
ignorant und unvernünftig kritisiert. "Wer sich jetzt noch
in Gruppen versammelt und Partys feiert, handelt gegen die Gesellschaft und
nimmt in Kauf, dass Menschen schwer krank werden oder sogar sterben", hatte er der angezeigten Gruppe vorgeworfen.
In Baden-Württemberg sind
Menschenansammlungen auf öffentlichen Plätzen mit mehr als zwei Personen, die nicht zur Familie gehören, verboten. Am Sonntag hatte das Land dazu einen Bußgeldkatalog veröffentlicht.
Patrick Kuolt