Mitte der Woche gab Bosch bekannt, dass das Unternehmen im April einen Corona-Schnelltest auf den Markt bringen will, der binnen zweieinhalb Stunden Auskunft über Infektionen mit dem Coronavirus geben soll. Wir haben bei dem Unternehmen genauer nachgefragt - das sind die Antworten:
Kann der Test in jeder beliebigen Arztpraxis durchgeführt werden?
Ja, Vivalytic ist einfach und intuitiv zu bedienen. Das System benötigt kein zusätzlich trainiertes Fachpersonal, sodass auch Krankenhaus- oder Arztpraxispersonal ohne spezielle Laborerfahrung Vivalytic bedienen kann.
Was braucht man, um den Test durchführen zu können?
Medizinische Einrichtungen benötigen dafür einerseits das Vivalytic-Auswertegerät sowie passende Vivalytic-Testkartuschen. In den Kartuschen befinden sich biologische Komponenten, mit denen der SARS-CoV-2-Erreger sowie weitere Krankheitserreger nachgewiesen werden. Pro Testperson wird eine Kartusche benötigt. Das zuverlässige Ergebnis zum Nachweis von SARS-CoV-2 sowie weiterer neun Atemwegsviren liefert Vivalytic in unter 2,5 Stunden.
Wie hoch sind die Anschaffungskosten?
Das Analysegerät liegt im unten fünfstelligen Eurobereich. Die Testkartuschen liegen im höheren zweistelligen Eurobereich. Das Analysegerät wird bei jedem Test erneut verwendet.
Welche Viren (oder Bakterien?) erkennt er?
Eine Probe wird auf insgesamt zehn verschiedene Virenarten von viralen Atemwegserkrankungen mit ähnlichen Symptomen getestet werden, also beispielsweise auch auf Influenza A und B.
Wieso wird gleichzeitig auf mehrere Erreger getestet?
Mit dieser Differenzialdiagnostik können behandelnde Ärzte rasch die richtigen Therapien einleiten.