Corona-Alarm nun auch in Freiburg. Nachdem ein Biotechnologie Betrieb im Gewerbegebiet Haid am Donnerstag seine rund 250 Beschäftigten mit einem Zettel an der Tür überraschend "kurzfristig und bis auf Weiteres" nach Hause schickte, weil ein Teil der Belegschaft angeblich mit einer Corona-Patientin Kontakt gehabt haben könnte, hat die Stadtverwaltung am Nachmittag erst einmal Entwarnung gegeben. "Ob diese Frau aus Schweden Corona hat, wissen wir nicht. Sie ist abgereist", so Rathaussprecher Toni Klein.
Wann und warum eine Firma ihre Pforten schließe, sei deren Entscheidung, aber derzeit gebe es in Freiburg keine bekannte Corona-Infektion. Am Mittwoch hatte die Stadtverwaltung mitgeteilt, dass man in kurzer Zeit auch in Freiburg mit dem ersten Corona-Fall rechnen müsse, Kliniken und Verwaltung seien aber gut vorbereitet, das städtische Amt für Brand- und Katastrophenschutz habe seinen Pandemie-Plan bereits Anfang Februar überarbeitet.
Unterdessen müssen die Narren in Basel noch bis Freitagmittag zittern: Erst dann will die kantonale Gesundheitsbehörde bekanntgeben, ob die Fasnacht, unter anderem mit dem berühmten „Morgastraich“ in der Basler Innenstadt, stattfinden wird. Bis dahin wolle man die Entwicklung der Infektionen in der Schweiz beobachten, so das Gesundheitsdepartement. Ursprünglich sollte die endgültige Entscheidung bereits am Donnerstag fallen.
Am Mittwoch war der erste Corona-Fall im Dreiländereck bestätigt worden: Betroffen ist ein Mann (36) in Straßburg, der seit Dienstagabend in einer Klinik auf der Isolierstation behandelt wird und der sich bei einer Italienreise angesteckt haben soll. Sein Zustand wurde als stabil bezeichnet.