Zollernalbkreis - Mit einem eindringlichen Appell wendet sich Gerhard Hinger, Chef des Zollernalb-Klinikums, an die Menschen im Kreis: "Bleiben Sie Zuhause, meiden Sie Kontakte zu Mitmenschen." Selbst wenn es ab sofort zu keinen Neuinfizierungen mit dem Coronavirus komme, werde in den nächsten 14 Tagen die Zahl der Betroffenen massiv ansteigen – vor allem auch derjenigen, die intensive medizinische Betreuung bräuchten.
Hinger sagte am Mittwoch, es gebe in der Bevölkerung immer noch eine große Unsicherheit und viele Unklarheiten, was das Coronavirus betreffe. Viele nähmen die Infektionsgefahr nicht ernst genug, weil es noch an der persönlichen Betroffenheit fehle und im näheren persönlichen Umfeld bisher niemand an dem neuartigen Erreger erkrankt sei. Das aber werde sich, so Hinger weiter, definitiv ändern. Die von der Landes- und Bundesregierung getroffenen einschränkenden Maßnahmen seien sinnvoll und angesichts der Bedrohung durch das Virus auch nicht übertrieben.
Wie etwa in China und Italien, so verdoppelt sich die Zahl der bekannten Corona-Infektionen in Deutschland und im Zollernalbkreis derzeit etwa alle drei Tage. Jeder Infizierte, so Hinger, stecke im Schnitt 2,7 weitere Personen an. Die Ausbreitung der Pandemie könne also nur dadurch wirksam eingedämmt werden, indem man Kontakt zu Mitmenschen meide. "Kein Kontakt – keine Infektion", so Hinger.
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