Letztes Update:
20200331112624

Landesregierung will keinen Katastrophenfall ausrufen

10:29
16.03.2020
Die baden-württembergische Landesregierung sieht trotz des grassierenden Coronavirus derzeit keine Notwendigkeit zur Ausrufung des Katastrophenfalls wie in Bayern. Man arbeite in gut funktionierenden Strukturen, die teils erprobt seien aus der Flüchtlingskrise, teilte ein Regierungssprecher der Deutschen Presse-Agentur am Montag in Stuttgart mit. Auch Ausgangssperren ziehe man derzeit noch nicht in Betracht.

Baden-Württemberg ist neben Nordrhein-Westfalen und Bayern das am stärksten von der Ausbreitung des Coronavirus betroffene Bundesland. Bis zum Sonntag waren in Baden-Württemberg bei den dortigen Behörden 977 Infektionen bestätigt. Drei infizierte Menschen sind bisher gestorben. In Bayern gilt wegen der Coronavirus-Krise ab sofort der Katastrophenfall, wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag in München mitteilte.

(dpa/lsw)

Marijan Murat

Landesregierung will Flugverkehr stoppen

10:05
16.03.2020
Die Landesregierung will den Betrieb an allen Flughäfen in Baden-Württemberg wegen des Coronavirus einstellen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Montag aus Regierungskreisen in Stuttgart. Reisende aus dem Ausland würden aber noch zurückgeholt. Wer aus einer Krisenregion komme, müsse in Quarantäne. Der Beschluss soll demnach im Lauf der Woche in Kraft treten.

Baden-Württemberg ist neben Nordrhein-Westfalen und Bayern das am stärksten von der Ausbreitung des Coronavirus betroffene Bundesland. Bis zum Sonntag waren in Baden-Württemberg bei den Behörden 977 Infektionen bestätigt. Drei nachweislich infizierte Menschen sind bisher gestorben.

An den baden-württembergischen Grenzen zu Frankreich und zur Schweiz haben am Montagmorgen verschärfte Kontrollen begonnen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen. Berufspendler und Fahrzeuge des Warenverkehrs dürfen weiter die Grenzen überqueren. Die Kontrolleure führen Befragungen durch und könnten bei Hinweisen auf eine Infektion oder auf Kontakt zu Infizierten - in Abstimmung mit den örtlichen Gesundheitsämtern - Reisende zurückweisen.

(dpa/lsw)

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