Letztes Update:
20200331112624

Land appelliert wegen Schulschließungen an Arbeitgeber

09:23
14.03.2020
Angesichts der bevorstehenden Schließung von Schulen und Kitas wegen der Coronaviruskrise appelliert das Land an die Kompromissbereitschaft und die Flexibilität von Arbeitgebern und Beschäftigten. «Uns ist bewusst, dass die Schließung der Schulen und Kitas insbesondere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit Kindern sowie deren Arbeitgeber vor große Herausforderungen stellt», betonten Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) am Samstag in einer Mitteilung.

«Wir appellieren daher eindringlich an die Unternehmen bei der Ausgestaltung der Arbeitszeiten und der Genehmigung von Home Office alle Spielräume zu nutzen und größtmögliche Flexibilität zu bieten», schrieben sie weiter. «Außerdem setzen und hoffen wir auf die gegenseitige Hilfsbereitschaft und Rücksichtnahme innerhalb der Belegschaft.»

Baden-Württemberg sei neben Nordrhein-Westfalen und Bayern das am stärksten von der Ausbreitung des Coronavirus betroffene Bundesland und deshalb in einer besonderen Situation. Von den Schul- und Kita-Schließungen könnten bis zu 1,6 Millionen Familien und Alleinerziehende mit Kindern betroffen sein. Trotzdem sei die Schließung die einzig richtige Maßnahme.

Kretschmann und Hoffmeister-Kraut warnten noch einmal davor, zur Kinderbetreuung nicht auf ältere Menschen wie zum Beispiel die Großeltern zurückzugreifen, da diese besonders gefährdet seien. Grundsätzlich müssten sich Eltern selbst um Alternativen kümmern, hätten keinen Anspruch auf Entschädigung und müssten im Zweifel Überstunden abbauen, Urlaub nehmen oder im Home Office arbeiten, sagte Hoffmeister-Kraut. «Dies stellt für einen Großteil der Gesellschaft eine erhebliche Belastung dar. Wenn wir jetzt alle zusammenhalten und an individuellen Lösungen für den jeweiligen Einzelfall arbeiten, werden wir diese Herausforderung meistern», betonte sie.

(dpa/lsw)

Weiterer Fall im Kreis Rottweil

08:33
14.03.2020
Am Freitagabend wurde im Landkreis Rottweil ein weiterer Coronavirus-Fall nachgewiesen, der dritte bislang im Landkreis. Damit gibt es nun zwei akute Fälle. Der erste Fall ist zwischenzeitlich aus der Klinik entlassen worden.

Bei dem neuen Fall handelt es sich um eine 28-jährige Frau aus dem Kreisgebiet, die sich mit weiteren Personen Anfang März in Österreich aufgehalten hat. Die Betroffene hat seit dem 10. März Symptome und wurde im Testzentrum des Gesundheitsamtes Rottweil am 12. März positiv getestet. Die erkrankte Person befindet sich in häuslicher Absonderung. Das Gesundheitsamt steht mit der Erkrankten in Verbindung, ermittelt die Kontaktpersonen und trifft weitere erforderliche Maßnahmen. 

(pm/sb)

Alle externen Inhalte nachladen?
Datenschutzerklärung
nachladen