Das grün-schwarze Kabinett hat in einer Sondersitzung Maßnahmen zum Umgang mit dem Coronavirus vereinbart. «Die Situation entwickelt sich mithin sehr dynamisch und ist sehr ernst zu nehmen», heißt es in dem Papier, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt und das nach Angaben eines Regierungssprechers am Freitag beschlossen wurde. Eine Maßnahme ist die Schließung von Schulen und Kitas ab Dienstag bis zum Ende der Osterferien. Der Beschluss umfasst aber auch Vorbereitungen dazu, wie man in Spitzenzeiten der Erkrankungswelle Patienten versorgen will.
Die Behandlung in Krankenhäusern werde dann nur noch für die schwer erkrankten Patienten möglich sein, heißt es in dem Schreiben. Im Extremfall sei daran gedacht, bettlägerige, aber nicht schwerkranke Patienten zum Beispiel gesammelt in Hotels unterzubringen, um ihre Versorgung zu erleichtern. Damit würden auch Krankenhäuser entlastet. Es würden auch vor kurzem aufgegebene, aber noch funktionsfähige Krankenhäuser in die Planung mit aufgenommen - zudem Rehakliniken, Gemeindehallen, Zelte und Container. Die Vorbereitungen liefen, um diese Reserveeinrichtungen funktionsfähig zu machen.
Das Land hatte angekündigt, auch Ärzte im Ruhestand um Hilfe bei der medizinischen Versorgung zu bitten. 250 Ärzte hätten bislang zugesagt. Das Wissenschaftsministerium prüfe auch den Einsatz von Medizinstudenten, die sich in den klinischen Semestern befänden.
(dpa/lsw)