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Schramberger Ärzte sind auf Coronavirus vorbereitet

10:05
28.02.2020
Es sei damit zu rechnen, dass es bald auch in Schramberg Fälle des Coronaviruses gebe, prognostiziert Jürgen Winter, Sprecher des Ärzteverbunds Schramberg. "Wir müssen uns so positionieren, dass wir schnell handeln können, wenn es soweit sein sollte", sagt der Allgemeinmediziner.

Die Organisationsstrukturen seien jedenfalls geschaffen. Hierzu zählt Winter vor allem die Labore, die bei unklaren Befunden Ergebnisse binnen eines Tages an die Arztpraxen melden würden. Auch die Arzthelferinnen seien für das Thema sensibilisiert. "Wenn jemand beispielsweise in einem von Corona betroffenen Gebiet in Italien war, würde diese Person nicht ins Wartezimmer gesetzt, sondern in einen separaten Raum", sagt Winter. Denn ansonsten könne die betroffene Person weitere Menschen anstecken – und der Virus könne sich weiter verbreiten.

Besonders tückisch sei die Tatsache, dass der Betroffene manchmal ohne Symptome bleibe und den Erreger weiter trage, ohne das zu wissen. Treten doch Symptome auf, so sind diese mit Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber ähnlich wie bei einer Grippe.

Dass es in Schramberg kein Krankenhaus mehr gibt, ärgere ihn nun einmal mehr. "Ein Krankenhaus vor Ort wäre von Vorteil, wenn es tatsächlich Fälle geben sollte", sagt Winter. Den großen Häusern fehle durch die immer stärkere Spezialisierung der ganzheitliche Blick auf den Patienten. "Das Menschliche geht verloren, da dort andere Schwerpunkte gesetzt werden müssen", so der Arzt. "Auch deswegen bedauere ich es, dass es das Schramberger Krankenhaus nicht mehr gibt", sagt er.

Mehr dazu in unserem Artikel auf unserer Website.

Martin Dold

Hölsch

Bösingen: Müller Reise sagt Messe ab

09:53
28.02.2020
Wegen der Verunsicherung durch die aktuellen Meldungen zum Coronavirus sagt das Team von Müller Reisen die für Sonntag, 1. März, geplante Reisemesse ab. Das gab das Unternehmen am Donnerstag mit einer Pressemitteilung bekannt.

"Liebe Reisefreunde, mit großer Leidenschaft haben wir auch in diesem Jahr wieder unsere traditionelle Reisemesse organisiert und vorbereitet", heißt es in dem Schreiben. Das gesamte Müller-Team sowie mehr als 15 Partner und Aussteller aus ganz Europa hätten sich darauf gefreut, Interessierten am Sonntag in Bösingen neue und altbewährte Reiseziele vorzustellen.

"Täglich neue Meldungen über den Coronavirus (Covid-19) sorgen bestimmt auch bei Ihnen für Verunsicherung. Ob gefährlich oder harmlos, mit Sicherheit kann das niemand sagen", bedauert Benrd Müller, dass sich durch die aktuelle, gesundheitliche Situation das Unternehmen aber dazu gezwungen sehe, die Reisemesse abzusagen. "Wir verfolgen diese Entwicklung aufmerksam und sind zu dem Entschluss gekommen, kein Risiko einzugehen, da für uns die Gesundheit der Kunden und Gäste sowie der Partner und Mitarbeiter höchsten Stellenwert hat", so Müller weiter. Das Unternehmen hofft auf Verständnis für die Entscheidung und damit im Sinne der Kunden gehandelt zu haben.

Mehr in unserem Artikel auf unserer Website.

sb

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