Letztes Update:
20200608123633

08:43
19.04.2020
Der Chef des Eurorettungsschirms ESM, Klaus Regling, einen Bedarf von mindestens weiteren 500 Milliarden Euro an Hilfsgeldern aus europäischen Töpfen. Zum Vergleich: Der deutsche Bundeshaushalt sieht in diesem Jahr Ausgaben von rund 484 Milliarden Euro vor. "Es könnte aber mehr sein", sagt er der italienischen Zeitung "Corriere della Sera". Dafür müsse man über neue Kriseninstrumente nachdenken, aber auch bestehende Möglichkeiten wie den EU-Haushalt nutzen. 
Die EU-Staaten haben kürzlich nach zähen Verhandlungen ein erstes Hilfspaket von mehr als 500 Milliarden Euro für Arbeitnehmer, Firmen und schlingernde Staaten geschnürt. Es sieht unter anderem vorsorgliche Kreditlinien des ESM von bis zu 240 Milliarden Euro vor.

Eine medizinische Mitarbeiterin in einem Labor in Wuhan in der zentralchinesischen Provinz Hubei. Foto: Cheng Min/XinHua/dpa

08:26
19.04.2020
Der Chef des Instituts für Virologie in der zentralchinesischen Stadt Wuhan weist die Vorwürfe erneut vehement zurück, dass der Ursprung der Corona-Pandemie seinen Ausgang in seinem Labor genommen habe. "Das Virus ist auf keinen Fall von uns gekommen", so Yuan Zhiming in einem in chinesischen Medien verbreiteten Interview des Staatsfernsehens. "Wir wissen genau, welche Virus-Forschung in dem Institut vorgeht und wie mit Viren und Proben umgegangen wird", erklärt er. Auch habe sich niemand in seinem Labor mit dem Virus infiziert.

Es sei verständlich, dass sein Labor bei den Leuten Assoziationen wecke. "Es ist schlimm, wenn einige versuchen, die Menschen in die Irre zu führen", so Zhiming. Er wendet sich auch gegen die - bereits von Wissenschaftlern zurückgewiesene - These, dass das Virus im Labor erzeugt worden sein könne. "Es gibt keine Beweise, die zeigen, dass das Virus künstliche oder synthetische Spuren hat." Nach den bisherigen Erkenntnissen war das Virus in Wuhan - wie schon 2002 das Sars-Virus - von einem Tiermarkt ausgegangen, wo erste Erkrankungen aufgetreten waren.