Letztes Update:
20200608123633

14:17
16.04.2020
Eine Familie ist mit ihrem Versuch gescheitert, das Besuchsverbot in betreuten Wohngemeinschaften wegen der Corona-Krise gerichtlich zu kippen. Der Wunsch nach persönlichem Kontakt sei zwar nachvollziehbar, entschied das Verwaltungsgericht Hannover in einer nun veröffentlichten Eilentscheidung. Dem mit einem Besuchsverbot verbundenen schwerwiegenden Grundrechtseingriff stehe aber die erhebliche Gesundheitsgefährdung der Bewohner gegenüber.
Im vorliegenden Fall hatten die Bewohnerin einer Intensiv-Pflege-WG und ihr als Betreuer fungierender Sohn das vom Landkreis Hildesheim erlassene Besuchs- und Betretungsverbot aufheben lassen wollen. Sie bezeichneten die Verfügung als unverhältnismäßig und verwiesen auf die negative Auswirkung auf das psychische Befinden der Bewohner. Das Gericht zeigte zwar Verständnis. Die Gefahr, dass Bewohner durch eine Infektion in Todesgefahr geraten könnten, wiege aber schwerer.

13:58
16.04.2020
Die Schweizer Regierung lockert vom 27. April an schrittweise die Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus. Wie Präsidentin Simonetta Sommaruga mitteilt, dürfen dann unter anderem Friseursalons sowie Bau- und Gartenmärkte wieder öffnen. Die Geschäfte müssten aber ein "überzeugendes Schutzkonzept" vorlegen und dabei aufzeigen, wie die Kundschaft und die Angestellten geschützt werden. Auch die Einschränkungen etwa für Arztpraxen, Krankenhäuser und medizinische Massagen werden mit dem 27. April aufgehoben. Zwei Wochen später soll, sofern die Infektionen mit Sars-CoV-2 unter Kontrolle bleiben, der Unterricht an den meisten Schulen wieder aufgenommen werden.