Letztes Update:
20200608123633

12:05
16.04.2020
UPDATE | Japans Ministerpräsident Shinzo Abe weitet wegen steigender Coronavirus-Fälle den Notstand auf das ganze Land aus. Er hatte diesen kürzlich zunächst nur für den besonders betroffenen Großraum Tokio und einzelne andere Provinzen bis zum 6. Mai verhängt und die Bürger aufgerufen, zu Hause zu bleiben. Von den regionalen Entscheidungsträgern wurde das jedoch als nicht genug empfunden.  
Mit der Zahl der Infizierten in Japan wuchs auch die Kritik an Abe. Die Regierung habe durch das spärliche Testen die Fallzahlen lange Zeit kleingehalten und zu spät und zu wenig Maßnahmen gegen die Ausbreitung angeordnet, kritisieren Mediziner und internationale Beobachter. Noch immer werden in der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt viel weniger Tests durchgeführt als in anderen Ländern

11:56
16.04.2020
Die Fahrt mehrerer Politiker dicht gedrängt in einem Aufzug sorgt weiter für Diskussionen. So etwas dürfe nicht passieren, vor allem nicht bei einem Besuch in einem Krankenhaus, sagt die Vorsitzende der SPD-Fraktion im hessischen Landtag, Nancy Faeser. Angesichts der Tatsache, dass viele Menschen derzeit in existenziellen Nöten seien, sei dieses Bild "ein Desaster", kritisiert der hessische FDP-Fraktionschef René Rock. Er erwarte von den Beteiligten eine Entschuldigung. Es reiche nicht, dies als Bagatelle abzutun.
Bei einem Besuch der Uniklinik Gießen am Dienstag hatten Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier und dem hessischen Sozialminister Kai Klose kein gutes Beispiel abgegeben (wir berichteten). Die Politiker fuhren allesamt mit einigen Begleitern dicht beieinanderstehend Aufzug. "Da muss man nicht groß drumherum reden: Das hätte nicht passieren dürfen. Auch wenn alle Mundschutz tragen - in diesem Aufzug stehen zu viele Menschen", räumt die Staatskanzlei den Fehler ein.