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Leichen werden in Guayaquil transportiert. Foto: Luis Perez, AP/dpa

14:33
13.04.2020
In Ecuador hat eine Sondereinheit der Polizei mehr als 1400 Leichen aus der Hafenstadt Guayaquil abgeholt. Wegen der völligen Überlastung von Gesundheitssystem und Beerdigungsunternehmen brachte die Einheit seit dem 31. März bereits mindestens 771 Leichen aus Wohnungen und Häusern weg, 631 Tote wurden aus Krankenhäusern geholt. Die Millionenmetropole Guayaquil ist in Lateinamerika eine der Städte, die am schlimmsten vom Coronavirus betroffen sind.
Zuletzt waren Tote tagelang in Wohnungen liegengeblieben. Die Leichenhallen der Krankenhäuser sind überfüllt. Selbst auf der Straße werden Leichen abgelegt. Wegen der weitreichenden Ausgangsbeschränkungen kommen Bestattungsunternehmen kaum hinterher. Offiziell gibt es in Ecuador bislang 333 Corona-Tote zu beklagen. Präsident Moreno gab kürzlich aber zu, dass die tatsächliche Zahl deutlich höher liegen dürfte.