Die Organisatoren der traditionellen Ostermärsche für Frieden und Abrüstung haben eine positive Bilanz gezogen - auch wenn in der Krise in diesem Jahr einiges anders lief als sonst. Friedensbewegte hätten "zahlreiche kreative Wege gefunden, um ihren Protest in die Öffentlichkeit zu tragen", teilt das Netzwerk Friedenskooperative mit. Es sei ein "großer Erfolg", dass die Ostermärsche sich im 60. Jahr ihres Bestehens in Deutschland "noch einmal vollkommen neu erfinden konnten". Seit 1960 organisiert die Friedensbewegung in Deutschland Ostermärsche.
Statt gemeinsam auf die Straße zu gehen, hätten Menschen sich von zu Hause aus beteiligt - etwa über Botschaften in den Fenstern und auf Balkonen oder über die Website www.ostermarsch.de, wo rund 2000 Menschen ein virtuelles Friedenszeichen mit Fotos ausgefüllt hätten, heißt es. In einzelnen Städten habe es Aktionen im öffentlichen Raum unter Einhaltung von behördlichen Auflagen gegeben.