Letztes Update:
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Foto: Claudio Furlan/LaPresse via ZUMA Press/dpa

18:36
03.04.2020
In Italien stabilisiert sich die Zahl der Neuinfektionen - die Zahl neuer Todesfälle bleibt unterdessen noch hoch. Die Zahl der Menschen im Land, die sich nachweislich mit dem Erreger Sars-CoV-2 infizierten, stieg heute im Vergleich zum Vortag um vier Prozent. Das ist in etwa die gleiche Steigerungsrate wie an den Tagen zuvor. Die Hoffnung besteht, dass die Kurve demnächst nach wochenlangen Ausgangssperren endlich absinkt. Registriert sind nun insgesamt 119.827 erkannte Infektionen - es wird allerdings mit einer immens hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle gerechnet. 766 Tote mit nachgewiesener Infektion kamen innerhalb eines Tages hinzu, insgesamt sind es nun 14.681, wie der Zivilschutz mitteilt. 

18:18
03.04.2020
Frauen sind Experten zufolge besonders schwer von den Folgen der Krise betroffen. "Frauen machen fast 70 Prozent der Beschäftigten im Gesundheitswesen aus und setzen sich damit einem höheren Infektionsrisiko aus", heißt es in einer nun veröffentlichten Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) mit Sitz in Paris. Dabei seien sie gleichzeitig in Führungs- und Entscheidungsprozessen im Gesundheitswesen unterrepräsentiert. 
Frauen würden außerdem einen Großteil der Last zu Hause tragen, da Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen geschlossen würden und es bei der unbezahlten Arbeit seit langem geschlechtsspezifische Ungleichheiten gebe, so die Experten. Sie hätten zudem ein hohes Risiko von Arbeits- und Einkommensverlusten und würden in Krisen- und Quarantänezeiten einem erhöhten Risiko von Gewalt, Ausbeutung, Missbrauch oder Belästigung ausgesetzt, schreiben die Autorinnen und Autoren.

Foto: Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/dpa