Letztes Update:
20200608123633

07:32
02.04.2020
Hamburg will mit Bußgeldern schnell und spürbar Verstöße gegen die Auflagen bestrafen. Das sagt Innensenator Andy Grote im Gespräch mit Sender NDR 90,3. Die meisten Hamburger hielten sich sehr gut an die geltenden Regeln, aber es gebe täglich eine etwa dreistellige Zahl an Verstößen. Der Hamburger Senat will laut NDR die neue Verordnung zur Pandemie mit den Bußgeldern noch heute beschließen, sie könnte dann morgen in Kraft treten.
Laut der "Bild"-Zeitung werden 150 Euro fällig bei Nichteinhalten des Mindestabstands von 1,5 Metern in der Öffentlichkeit oder beim Betreten von Spielplätzen. Wer sogenannte Corona-Partys abhalte, muss laut dem Blatt dann 1000 Euro zahlen. Ungenehmigte Ladenöffnungen würden demnach mit 2500 Euro und die Öffnung von Speiselokalen mit 4000 Euro geahndet. Wer mehrfach erwischt werde, dem drohten Strafen von bis zu 25.000 Euro.

Foto: Jörg Carstensen/dpa/Archiv

07:22
02.04.2020
Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer schafft nun auch in Europa Produktionsmöglichkeiten für den Wirkstoff Chloroquin. Bayer-Chef Werner Baumann kündigt im Interview mit dem "Handelsblatt" an, dass Anlagen auch in Europa für die Fertigung des Medikaments Resochin mit dem Wirkstoff Chloroquin angepasst werden sollen. Bisher wird das Mittel, das Bayer in der Krise kostenlos an Regierungen spenden will, nur an einem Standort in Pakistan hergestellt.
Das bereits in den 1930ern entwickelte Medikament zur Malariaprophylaxe ist schon seit einigen Wochen im Gespräch, nachdem Tests an Zellkulturen eine Hemmung der Vermehrung des neuartigen Coronavirus gezeigt hatten. "Es gibt Hinweise darauf, dass Resochin im Labor und in ersten klinischen Untersuchungen die Viruslast senkt", sagt Baumann dem Blatt. Es seien aber weitere klinische Studien notwendig, um das Verhältnis von Nutzen und Risiko zu klären. Diese würden nun u.a. von der Weltgesundheitsorganisation WHO gestartet.