Letztes Update:
20200608123633

23:25
01.04.2020
In der kolumbianischen Millionenmetropole Medellín, die einst für das Kartell von Pablo Escobar berüchtigt war und unter der Gewalt des Drogenbosses litt, ist die Zahl der Morde aufgrund der Einschränkungen des öffentlichen Lebens wegen der Pandemie so niedrig wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Wie das Sicherheitssekretariat der Stadt bekanntgab, wurden dort im März 18 Menschen getötet. "Das ist eine historische Zahl", sagte Medellíns Sicherheitssekretär José Gerardo Acevedo in einem Video der Stadtverwaltung auf Twitter.
So war der März nach einem Bericht der Zeitung "El Espectador" der Monat mit den wenigsten Morden in Medellín in 40 Jahren. "Ohne Zweifel können wir nicht verneinen, dass die Quarantäne uns Positives gebracht hat wie einen Rückgang der Verbrechen", sagt Acevedo. Die Gesamtzahl der Morde in diesem Jahr liege bei 86, was einen Rückgang um 44 Prozent darstelle. Auch bei anderen Delikten sei die Zahl gesunken.

Foto: Thomas Samson/POOL AFP/AP/dpa

19:49
01.04.2020
Im Ballungsraum Paris spitzt sich die Lage in den Krankenhäusern zu. "Wir hatten eine äußerst schwierige Nacht, da wir tatsächlich am Ende unserer Krankenhauskapazitäten sind", sagt Aurélien Rousseau, Direktor der regionalen Gesundheitsbehörde Île de France, dem Sender Franceinfo. "In der Region Paris gibt es 1200 Intensivbetten. Zurzeit haben wir 2700 Patienten auf der Intensivstation."
Gesundheitsdirektor Jérôme Salomon sagt, dass in Frankreich erstmals mehr als 4000 Patienten der Covid-19-Krankheit erlegen seien. Es starben in Krankenhäusern 4032 Menschen, das waren 509 mehr als am Vortag. Es starteten zwei Sonderzüge mit schwer erkrankten Covid-19-Patienten aus der Hauptstadtregion in Krankenhäuser in die westfranzösische Region Bretagne. In den speziellen medizinischen TGV-Hochgeschwindigkeitszügen wurden 36 Patienten transportiert und in Krankenhäuser in Brest, Rennes und Saint-Brieuc gebracht.