In der kolumbianischen Millionenmetropole Medellín, die einst für das Kartell von Pablo Escobar berüchtigt war und unter der Gewalt des Drogenbosses litt, ist die Zahl der Morde aufgrund der Einschränkungen des öffentlichen Lebens wegen der Pandemie so niedrig wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Wie das Sicherheitssekretariat der Stadt bekanntgab, wurden dort im März 18 Menschen getötet. "Das ist eine historische Zahl", sagte Medellíns Sicherheitssekretär José Gerardo Acevedo in einem Video der Stadtverwaltung auf Twitter.
So war der März nach einem Bericht der Zeitung "El Espectador" der Monat mit den wenigsten Morden in Medellín in 40 Jahren. "Ohne Zweifel können wir nicht verneinen, dass die Quarantäne uns Positives gebracht hat wie einen Rückgang der Verbrechen", sagt Acevedo. Die Gesamtzahl der Morde in diesem Jahr liege bei 86, was einen Rückgang um 44 Prozent darstelle. Auch bei anderen Delikten sei die Zahl gesunken.