Letztes Update:
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Foto: Pavel Golovkin/AP/dpa

20:02
01.04.2020
Kremlchef Wladimir Putin hat den Weg freigemacht für massive Einschränkungen des öffentlichen Lebens in Russland. Der Präsident unterzeichnete am Abend mehrere Gesetze, darunter auch eine Vollmacht für die Regierung, im ganzen Land den Ausnahmezustand zu verhängen. In Kraft traten durch Putins Unterschrift auch die vom Parlament am Vortag beschlossenen Gesetze für schärfere Strafen bei Verstößen gegen die Quarantänevorschriften und wegen der Verbreitung von Falschnachrichten. Möglich sind nun hohe Geld- und Haftstrafen.
Putin sagte bei einer als Videokonferenz organisierten Regierungssitzung, dass sich die Lage in Russland verschlimmere. Landesweit gibt es nach offiziellen Angaben nun fast 2800 Infektionen, mehr als die Hälfte davon in Moskau. Mehr als 20 Menschen starben bisher an der Lungenkrankheit Covid-19. Nach Darstellung Putins stehen mehr als drei Millionen Menschen in Russland unter Quarantäne wegen des Virus.

23:27
01.04.2020
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) prüft, ob das Tragen von Mundschutz in der allgemeinen Öffentlichkeit die Ausbreitung des Coronavirus eindämmen kann. Das sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf. "Die WHO trägt alle verfügbaren Informationen zusammen und wägt ab, ob das umfassendere Tragen von Mundschutz Ansteckungen eindämmen kann", sagt Tedros.
Bislang war die Haltung der WHO, dass Mundschutz nur für Kranke und Menschen, die Kranke pflegten, sinnvoll sei. Die WHO warnte sogar, dass das Tragen von Masken die Menschen in falscher Sicherheit wiegen und verleiten könne, andere Vorsichtsmaßnahmen wie das gründliche Händewaschen zu vernachlässigen. Tedros betont, dass diese Maßnahmen unabhängig vom Mundschutz unbedingt eingehalten werden müssen.

18:13
01.04.2020
Angesichts des riesigen Bedarfs sollen Schutzmasken für das medizinische Personal unter bestimmten Voraussetzungen ausnahmsweise wiederverwendet werden können. Dazu seien besondere Sicherheitsauflagen einzuhalten, teilen das Gesundheits- und das Arbeitsministerium nach einer Sitzung des Krisenstabs der Bundesregierung mit.