Der
italienische Zivilschutz beobachtet zunehmenden Stress sowie Gewalt im Zuge der Ausgangssperren. "Über die Zeit führt es zu
häuslicher Gewalt oder Gewalt zwischen Personen, wir sehen das an den Schlangen vor den Supermärkten, wie
viele Raufereien brechen da aus, wie viele Krisensituationen", sagt Agostino Miozzo vom Führungsteam des Zivilschutzes. "Wir merken, dass dies eine sehr große Stresssituation ist (...).
Wir sind sehr besorgt."
Am Anfang des Virusausbruchs habe die körperliche Gesundheit im Vordergrund gestanden. "Die absolute Priorität war, Menschenleben zu retten (...). Das Problem war nicht, Stress der Menschen zu heilen", sagt Miozzo. Es sei so wie bei einem Erdbeben, "da denkt man später an die Folgen für die Psyche."
Nun habe sich die Situation geändert, weil die Menschen im ganzen Land seit Wochen zuhause bleiben müssen. Italien hat die Beschränkungen der Bewegungsfreiheit mittlerweile bis zum 13. April verlängert.