Die
psychische Belastung der Bundesbürger durch die Pandemie ist nach Ansicht von Experten
in Krisenplänen noch nicht ausreichend berücksichtigt. "Die Fachleute müssen sich darauf einstellen, dass sowohl
eine Welle von Gesunden kommen wird, die plötzlich Ängste hat, die behandelt werden müssen - als auch auf die
Verschlechterung der Symptomatik von bereits psychisch Erkrankten", sagt die Berliner Psychiaterin Iris Hauth, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde. In China hätten sich
Krisentelefone als hilfreich erwiesen. Bereits psychisch erkrankte Menschen benötigten weitergehende Hilfen wie zum Beispiel Video-Sprechstunden.
Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) hat bereits eine anonyme und kostenlose Corona-Hotline geschaltet. Die aktuelle Situation löse Unsicherheit und Befürchtungen aus, heißt es vom Verband.
Die Hotline mit der Nummer 0800 777 22 44 sei täglich von 8 bis 20 Uhr geschaltet.