Letztes Update:
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Foto: Henning Kaiser/dpa

05:13
31.03.2020
Die strengen Regeln auch für Beerdigungen stellen nach Einschätzung des Bestatters Christoph Kuckelkorn eine schwere Prüfung für die Angehörigen dar. "Hier in Köln finden Trauerfeiern eigentlich gar nicht mehr statt, weil wir die Trauerhallen nicht mehr nutzen dürfen", sagt Kuckelkorn, der durch seine Funktion als Präsident des Festkomitees Kölner Karneval überregional bekannt ist.
Die Familie dürfe den Sarg oder die Urne zum Grab begleiten. Ein Pfarrer, ein Trauerredner oder ein Familienmitglied könne dort dann ein paar Worte sprechen, aber es gebe nicht mehr die eigentliche Trauerfeier. Auch dürften in Köln nur der jeweilige Partner und die Kinder und Enkel teilnehmen. Jemand, der ein reiches Sozialleben gehabt habe, wirke dadurch auf seinem letzten Gang womöglich wie ein Mensch ohne Freundeskreis. "Trauer braucht Raum und Platz und auch eine gewisse Öffentlichkeit", sagt Kuckelkorn.

11:17
31.03.2020
FDP-Partei- und Fraktionschef Christian Lindner plädiert für den verstärkten Einsatz digitaler Technik bei der Bekämpfung des neuartigen Coronavirus. Ein erfolgversprechender Ansatz seien Apps, die die Bürger freiwillig installierten, sagt er. Wenn jemand positiv auf das Virus getestet wurde, informierten solche Apps Personen, mit denen der Betroffene eine gewisse Zeit lang nah zusammen gewesen sei. Dies könne mittels Bluetooth-Technologie geschehen, ohne dass zentral Bewegungsprofile gespeichert würden. "Datenschutz und Gesundheitsschutz sind kein Widerspruch", sagt Lindner. Länder wie Singapur zeigten, dass solche Apps funktionieren könnten, ohne dass eine staatliche Stelle personenbezogene Daten über ihre Bürger sammele.