Letztes Update:
20200608123633

22:48
30.03.2020
In Spanien tritt die ebenso drastische wie umstrittene Verschärfung der Ausgangssperre erst am Dienstag voll in Kraft. Heute dürften die betroffenen Personen und Unternehmen "die letzten unbedingt erforderlichen Arbeiten" zur Einstellung der Aktivitäten erledigen, heißt es in dem in der Nacht zum Montag im Amtsblatt veröffentlichten Dekret. Ursprünglich sollte der "Winterschlaf", wie die Finanzministerin und Sprecherin der linken Regierung, María Jesús Montero, sich ausdrückte, heute beginnen.
Gemäß der Anordnung, die laut Montero weltweit einzigartig ist, müssen alle Arbeitnehmer, die in nicht wesentlichen Sektoren tätig sind, bis zum 9. April zu Hause bleiben.

11:23
30.03.2020
UPDATE | Die österreichische Regierung verschärft die Maßnahmen und kündigt unter anderem eine Mundschutz-Pflicht für Einkäufe an. Bundeskanzler Sebastian Kurz sagt in Wien, dass die Supermärkte voraussichtlich ab Mittwoch mit der Verteilung von Masken an den Eingängen beginnen werden. Derzeit werde auf entsprechende Lieferungen gewartet. "Es ist jetzt schon klar, dass viele Menschen an dieser Krankheit sterben werden - das lässt sich auch nicht verhindern. Aber wir müssen zumindest unser Möglichstes tun, damit nicht mehr Menschen sterben, als sterben müssen", sagt Kurz.
Gesundheitsminister Rudolf Anschober kündigt zudem an, dass sämtliche Hotels per Regierungserlass vorübergehend geschlossen werden. Zudem erzwingt die Regierung für gefährdete Personengruppen eine Freistellung von der Arbeit, alternativ kann der Job im Homeoffice ausgeübt werden.

09:24
30.03.2020
Die Wirtschaftsstimmung im Euroraum ist im März wegen der Corona-Krise drastisch eingebrochen. Der Economic Sentiment Indicator (ESI) fiel um 8,9 Punkte auf 94,5 Zähler, wie die EU-Kommission in Brüssel mitteilt. Dies ist der stärkste jemals ermittelte Rückgang des Konjunkturindikators. Zuvor hatten bereits Erhebungen in Deutschland und Frankreich die dramatische Stimmungseintrübung angedeutet. Die Kommission weist darauf hin, die Datenerhebung für den Indikator sei wegen der Auswirkungen der Corona-Krise nicht so genau wie gewohnt.