Nach Bekanntwerden der
Erkrankung des britischen Premierministers Boris Johnson und seines Gesundheitsministers Matt Hancock
wächst die Kritik am Umgang der Regierung mit dem Coronavirus-Ausbruch. John Ashton, ein ehemaliger Regionaldirektor des Nationalen Gesundheitsdiensts
NHS, wirft der Regierung Trägheit vor. Das gelte sowohl für die
Maßnahmen im Land als auch für
deren persönliches Verhalten, beide seien
"zu langsam" gewesen.
Richard Lancet, Chefredakteur
des renommierten
Wissenschaftsmagazins "The Lancet", schreibt, der Mangel an Vorbereitung des
NHS und das verspätete Ergreifen von Maßnahmen seien ein "
nationaler Skandal". Am Montag hatte Johnson eine Ausgangssperre verhängt und die Briten dazu aufgerufen, nur noch das Haus zu verlassen, wenn unbedingt notwendig. Doch noch
am Mittwoch stellte er sich im beengten Parlament den Fragen von Abgeordneten.