Durch die drastischen Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus sind die Arbeitsmärkte weltweit eingebrochen. Fast die Hälfte der 3,3 Milliarden Arbeitskräfte weltweit seien in ihrer Existenz bedroht, berichtet die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) in Genf. Betroffen seien vor allem 1,6 der zwei Milliarden Menschen, die irregulärer Arbeit nachgehen, also ohne Arbeitsverträge, und die oft von der Hand in den Mund leben. Ihr Einkommen sei im weltweiten Durchschnitt um 60 Prozent eingebrochen, in Afrika und Lateinamerika sogar um mehr als 80 Prozent.
"Wir müssen an das menschliche Elend und die Not denken, die hinter diesen Zahlen stecken", sagt ILO-Direktor Guy Ryder. Er ruft die Länder auf, soziale Hilfsprogramme aufzulegen und die internationale Gemeinschaft, ärmere Länder zu unterstützen.