Der stellvertretende FDP-Vorsitzende
Wolfgang Kubicki hat das
Robert Koch-Institut wegen der regelmäßig verbreiteten Zahlen scharf kritisiert. Diese "vermitteln eher den Eindruck,
politisch motivierte Zahlen zu sein als wissenschaftlich fundiert", sagt Kubicki. Er wies insbesondere auf den
Reproduktionszahl hin, die nach
RKI-Angaben bundesweit von
0,9 auf 1,0 gestiegen ist. Während Ministerpräsident
Markus Söder für Bayern, das Land mit den meisten Infektionen, einen
R-Wert von 0,57 verkünde, melde das
RKI bundesweit einen
Wert von 1, sagt Kubicki. "Woher dieser Wert bei sinkenden Infektionsraten kommen soll, erschließt sich nicht einmal mehr den Wohlmeinendsten."
Hinzu komme, dass die vom
Helmholtz-Zentrum und der
TU Ilmenau ermittelten Werte deutlich von den Schätzungen des RKI abwichen, sagt Kubicki, der auch Vizepräsident des Bundestags ist. "Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Der
R-Wert des RKI steigt ausgerechnet zur Konferenz der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten, bei der vor weiteren Lockerungen gewarnt werden soll."