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Wieder zu Hause. Foto: Gregor Fischer/dpa

17:11
26.04.2020
Endlich wieder Boden unter Füßen: Nach einer wochenlangen Reise ohne richtigen Landgang - wegen der Corona-Epidemie - ist das Segelschiff "Thor Heyerdahl" in Kiel angekommen. Die 34 Schüler des "Klassenzimmers unter Segeln" wurden nach sechseinhalb Monaten an Bord des Schiffes von ihren Familien empfangen. Dabei mussten die Eltern wegen der Corona-Pandemie zueinander Abstand halten. Es sei ein "trauriger Abschied", sagte Kapitän Detlef Soitzek nach dem Anlegen des Traditionsseglers.
Gemeinsam mit den Jugendlichen hat er fast 12.000 Seemeilen zurückgelegt. Auf der Reise wurden sie von der Coronavirus-Krise überrascht. "Gestartet sind wir ganz normal und wir kommen jetzt zurück in eine andere Welt. Das hat uns schon schwer beschäftigt", so der Kapitän. Die Pandemie beeinflusste auch die Tour: Zuletzt wurden deswegen alle Landaufenthalte gestrichen. Seit den Azoren seien sie für 47 Tage nicht mehr an Land gewesen und hätten in dieser Zeit jeden Kontakt zur Außenwelt gemieden.

16:52
26.04.2020
Die von Union und SPD im Koalitionsausschuss vereinbarten Verbesserungen für Arbeitslose und Kurzarbeiter belasten die Bundesagentur für Arbeit einem Bericht zufolge mit Mehrausgaben von gut 2,6 Milliarden Euro. Das geht aus einem Gesetzentwurf des Arbeitsministeriums hervor, der der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" vorliegt. Formal handle es sich bei dem elfseitigen Entwurf eines "Sozialschutzpakets II" um eine Formulierungshilfe für die Koalitionsfraktionen, die das Paket direkt im Bundestag beschließen sollen.
Für den Bundeshaushalt und die Kommunen sinken hingegen laut Bericht die Ausgaben für Grundsicherung um 640 Millionen Euro. Fürs Kurzarbeitergeld plane das Ministerium mit 680 Millionen Euro Mehrausgaben, beim Arbeitslosengeld rechne es mit fast zwei Milliarden Euro, schreibt die Zeitung. Das Kurzarbeitergeld soll zeitlich gestaffelt auf bis zu 87 Prozent des Nettolohns steigen. Zudem will die Koalition den Arbeitslosengeld-I-Bezug für diejenigen um drei Monate verlängern, deren regulärer Anspruch zwischen Mai und Dezember 2020 ausliefe.