Wegen der Krise hat die
Justiz in Italien auch
inhaftierte Mafia-Mitglieder in den Hausarrest entlassen. Darunter ist laut Medien der verurteilte
Camorra-Boss Pasquale Zagaria, der den Spitznamen "Bin Laden" trägt. Seine Verlegung in einen mehrmonatigen Aufenthalt zu Hause sorgt für heftige Debatten, wie die Nachrichtenagentur
Ansa berichtet.
Der 60-jährige Zagaria wurde den Berichten zufolge 2007 wegen Mafia-Verbrechen zu
20 Jahren Haft verurteilt. Er saß in
Sassari auf Sardinien im Gefängnis. Wegen einer Krankheit entschied ein Gericht, dass seine
gesundheitliche Versorgung in der Strafanstalt nicht garantiert werden könne. Zagaria ist den Angaben nach der Bruder eines Super-Bosses der Casalesi-Bande, eines Clans der neapolitanischen Camorra. Er wurde
von Sardinien in die Stadt Brescia in der Lombardei geschickt.