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Bund beschafft weitere fünf Millionen Biontech-Impfdosen

21:30
11.01.2022
Das Bundesgesundheitsministerium hat weitere fünf Millionen Dosen des Impfstoffs von Biontech für die angestrebte Beschleunigung der Corona-Impfungen in Deutschland organisiert. Sie sollen ab der Woche vom 24. Januar zur Verfügung stehen, wie es am Dienstagabend aus dem Ministerium hieß. Gekauft werden die Dosen aus einem EU-Kontingent Rumäniens, das sie derzeit nicht benötigt.

Insgesamt sollen damit in den drei Wochen vom 17. Januar, 24. Januar und 31. Februar rund 32 Millionen Impfdosen zur Verfügung stehen, wie es weiter hieß - zwölf Millionen von Biontech und 20 Millionen des Mittels von Moderna. Damit könne in den nächsten drei Wochen auch allen eine Booster-Impfung ermöglicht werden, die es wollten.

Die Bundesregierung hatte als Ziel ausgegeben, bis Ende Januar insgesamt weitere 30 Millionen Impfungen zu erreichen.

Michael Rabba

US-Expertin: Die meisten Menschen werden sich mit Corona infizieren

21:29
11.01.2022
Die amtierende Chefin der US-Arzneimittelbehörde FDA rechnet angesichts der rasanten Ausbreitung des Coronavirus mit einer Ansteckung von weiten Teilen der Bevölkerung. „Es ist schwer zu verarbeiten, was im Moment tatsächlich passiert, nämlich, dass die meisten Menschen Covid bekommen werden“, sagte Janet Woodcock am Dienstag bei einer Anhörung im Gesundheitsausschuss des US-Senats. „Wir müssen sicherstellen, dass die Krankenhäuser noch funktionieren, dass Transport- und andere unerlässliche Dienstleistungen nicht unterbrochen werden, während dies geschieht.“

Derzeit sind in den USA so viele mit dem Coronavirus infizierte Patienten wie nie seit Beginn der Pandemie vor rund zwei Jahren in Krankenhäusern. Nach Daten des Gesundheitsministeriums vom Dienstag belegten sie knapp 146 000 Krankenhausbetten landesweit - mehr als jedes fünfte verfügbare Bett im Land. Insgesamt sind derzeit fast 78 Prozent aller Krankenhausbetten besetzt. Zuvor lag der Höchststand bei infizierten Patienten in Krankenhäusern nach Berichten von US-Medien vor knapp einem Jahr bei rund 142 000. Der Rekord wird auch auf die rasante Verbreitung der Omikron-Variante zurückgeführt.

Eng wird es auch auf Intensivstationen in den USA: Dort sind inzwischen mehr als 80 Prozent der fast 81 000 Betten besetzt. Knapp 24 000 davon belegen nach Ministeriumsangaben Patienten, die mit dem Coronavirus infiziert sind. Die Direktorin der US-Gesundheitsbehörde CDC, Rochelle Walensky, sagte am Dienstag bei der Anhörung im Senat, die Omikron-Variante „treibt die Fallzahlen hier in den Vereinigten Staaten und in der ganzen Welt in nie dagewesene Höhen“.

Michael Rabba