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20220111102243

Umfrage: Mehrheit befürwortet 2G plus in der Gastronomie

09:06
11.01.2022
Eine Mehrheit der Menschen in Deutschland befürwortet laut einer Umfrage die 2G-plus-Regel in der Gastronomie. 53 Prozent der Teilnehmer sprachen sich in einer Erhebung des Meinungsforschers Yougov für die Vorschrift aus, 35 Prozent lehnen diese ab. 13 Prozent machten in der am Dienstag veröffentlichten Umfrage keine Angabe. Bund und Länder hatten am Freitag eine 2G-plus-Regelung für Restaurants, Cafés und Kneipen vereinbart. Demnach haben nur Geimpfte und Genesene mit negativem Corona-Test sowie Menschen mit Auffrischungsimpfung Zugang.

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband hatte die schärferen Zugangsregeln kritisiert und vor weiteren Umsatzeinbußen gewarnt. Die flächendeckende Einführung von 2G-plus-Regeln sei für viele ein „Desaster“, sagte Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges. Sie wies darauf hin, dass weniger als die Hälfte der Menschen geboostert seien.

Jean-Pierre Fellmer

Mögliche Corona-Verstöße von Ärzten: Landesweit 50 Verfahren

08:31
11.01.2022
In Niedersachsen laufen derzeit einem Zeitungsbericht zufolge rund 50 berufsrechtliche Ermittlungsverfahren gegen Mediziner in Zusammenhang mit Corona. Wie die „Neue Osnabrücker Zeitung“ (NOZ, Dienstag) berichtet, wird den betroffenen Ärzten zum Beispiel vorgeworfen, keine Masken zu tragen, falsche Impfnachweise auszustellen oder Corona komplett zu leugnen. Die Zeitung beruft sich auf eine eigene Umfrage unter den Ärztekammern in Deutschland. Sie sind gesetzlich dazu verpflichtet, entsprechende berufsrechtliche Verfahren einzuleiten, wenn es Hinweise auf ein Fehlverhalten von Ärzten gibt.

An deren Ende kann laut Ärztekammer Niedersachsen eine Geldstrafe von bis zu 100 000 Euro verhängt oder lediglich eine Rüge ausgesprochen werden. Zu Einzelheiten der 50 laufenden niedersächsischen Verfahren äußerte sich die Kammer nicht. Mit einer Rüge endete laut NOZ ein Verfahren in Bremen: Ein Arzt hatte nach Angaben der Kammer Corona und damit verbundene Gefahren geleugnet. In einem weiteren Bremer Fall ging es demnach um das Ausstellen möglicher Gefälligkeitsatteste. Die Kammer habe in diesem Fall Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft gestellt.

Jean-Pierre Fellmer