Letztes Update:
20220111190947

Lauterbach: Corona-Kurs nicht ursächlich für mehr Psyche-Störungen

05:35
11.01.2022
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat Vorwürfe zurückgewiesen, dass die deutsche Corona-Politik mit ihren international eher etwas strengeren Maßnahmen für die Zunahme psychischer Störungen verantwortlich ist. „Da muss man vorsichtig sein, das geben die Studien aus meiner Sicht nicht her“, sagte der SPD-Politiker am Montagabend in der ARD-Sendung „Hart aber fair“. Es gebe mehr psychische Störungen auch in Staaten, die weniger gemacht haben als Deutschland. Als Beispiel nannte er die USA, wo seiner Ansicht nach sehr viele Tote vermeidbar gewesen wären. Die Störungen seien mutmaßlich eher auf die Corona-Lage insgesamt als auf die Schutzmaßnahmen zurückzuführen.

Den Verzicht der britischen Regierung auf strenge Maßnahmen trotz explodierter Infektionszahlen nannte er eine „unethische Wette“. Deutschland sei mit seinem Kurs, die Menschen zu schützen, auch ökonomisch nicht schlechter gefahren als etwa Großbritannien. Der britische Kurs komme auch schon deshalb nicht in Frage, weil die Impfquote in Deutschland insbesondere bei den Älteren viel schlechter sei als die in Großbritannien. „Ich würde eine solche Strategie wie in England, die auf Durchseuchung hinausläuft, ohne dass man es so nennen will, eine solche Strategie würde ich uns niemals empfehlen. Und dafür steht auch die Bundesregierung nicht zur Verfügung.“

Jean-Pierre Fellmer

RKI registriert 45.690 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 387,9

05:17
11.01.2022
Das Robert Koch-Institut (RKI) hat erneut einen Anstieg der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz gemeldet. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Dienstagmorgen mit 387,9 an.

Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 375,7 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 239,9 (Vormonat: 402,9). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 45 690 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.42 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 30.561 Ansteckungen, wobei es im Zuge der Feiertage Lücken bei Tests und Meldungen gegeben hatte.

Jean-Pierre Fellmer

Kapitel

Montag, 10. Januar

Das war Montag, 10. Januar, wichtig:

21:15
10.01.2022
Bremen und Niedersachsen:
  • Die Gesundheitsbehörde meldet 1638 neue Corona-Infektionen im Land Bremen - 1570 in Bremen und 68 in Bremerhaven. Damit steigt die Zahl der insgesamt bestätigten Fälle im Land auf genau 58.000.
  • Die Zahl der Genesenen steigt in Bremen um 145 auf 37.234 und in Bremerhaven um 10 auf 8333. Die Inzidenz in Bremen beträgt 1260,3 und in Bremerhaven 811,9.
  • Die Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz in Bremen beträgt 14,83, hier gilt seit heute die Corona-Warnstufe 4.
  • In Bremerhaven beträgt die Hospitalisierungsinzidenz 7,04, hier gilt die Warnstufe 2.
  • Die Bremerhavener Kliniken haben in Absprache mit dem Gesundheitsamt Bremerhaven beschlossen, ab dem 12. Januar ein allgemeines Besuchsverbot einzuführen. Dies gilt jeweils für das gesamte Haus, teilt die Stadt mit.
  • Für die Schülerinnen und Schüler in Niedersachsen beginnt am Montag wieder der Unterricht. Wegen der Omikron-Welle sind in der ersten Schulwoche tägliche Tests Pflicht, sofern die Schüler noch nicht gegen das Coronavirus geimpft oder von einer Covid-Infektion genesen sind.

Deutschland und Welt:

  • Die EU-Arzneimittelbehörde EMA prüft die Marktzulassung eines Medikaments gegen Covid-19 des Herstellers Pfizer. Der US-Pharmakonzern habe den entsprechenden Zulassungsantrag gestellt, teilte die EMA am Montag in Amsterdam mit. Das Medikament Paxlovid soll bei Patienten ab zwölf Jahren eine schwere Erkrankung nach einer Corona-Infektion verhindern.
  • Der Großteil der in Deutschland angebotenen Corona-Schnelltests sind nach Angaben des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) auch zum Nachweis der neuen Omikron-Variante geeignet.
  • Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 25 255 Corona-Neuinfektionen.

Jean-Pierre Fellmer