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150.000 Corona-Tote in Großbritannien

18:45
09.01.2022
Der britische Premierminister Boris Johnson hat sich betrübt gezeigt über die hohe Zahl an Corona-Toten in seinem Land. Am Wochenende hatte die Zahl der Todesfälle bei mittels PCR-Test bestätigten Corona-Infizierten die Marke von 150.000 überschritten. Großbritannien ist das erste Land Europas, mit Ausnahme Russlands, das so viele Tote in der Pandemie zu beklagen hat.

„Das Coronavirus hat einen furchtbaren Tribut in unserem Land gefordert (...)“, schrieb Johnson am Samstagabend auf Twitter. Den Angehörigen der Gestorbenen sprach der konservative Politiker sein Mitgefühl aus und fügte hinzu: „Unser Ausweg aus dieser Pandemie ist, dass jeder seinen Booster bekommt, oder die erste oder zweite Impfung, wenn noch nicht erhalten.“

Die tatsächliche Zahl der Corona-Toten im Vereinigten Königreich dürfte sogar noch höher sein. So wurde bereits bei mehr als 173.000 Totenscheinen in Großbritannien Covid-19 vermerkt. 

Sebastian Oldenborg

461 neue Corona-Infektionen im Land Bremen

17:13
09.01.2022
Das Gesundheitsressort meldet 461 neue Corona-Infektionen im Land Bremen - 383 in Bremen und 78 in Bremerhaven. Die Zahl der insgesamt bestätigten Fälle steigt damit auf 46.533 in Bremen und 9730 in Bremerhaven. Die Inzidenz in Bremen sinkt leicht auf 1080,8. In Bremerhaven beträgt sie 762,6. 
Die Zahl der Genesenen steigt in Bremen um 165 auf 37.089 und in Bremerhaven um 49 auf 8323. 
Die Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz beträgt in Bremen 15,18, hier gilt die Corona-Warnstufe 3. Ab Montag, 10. Januar, wird auf die Warnstufe 4 heraufgestuft.
In Bremerhaven beträgt die Hospitalisierungsinzidenz 4,40, hier gilt die Warnstufe 2.

Michael Rabba

CDU und Linke gegen Pflegebonus nur für begrenzten Kreis

17:06
09.01.2022
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach stößt mit seinem Vorhaben, den geplanten Pflegebonus auf einen bestimmten Kreis von Pflegekräften zu begrenzen, auf Widerspruch von CDU und Linkspartei. Wer Sonderzahlungen für Pflegekräfte ins Spiel bringe, sollte vermeiden, sie nur einem eng begrenzten Kreis dieses Berufs zugestehen zu wollen, sagte der designierte CDU-Generalsekretär Mario Czaja dem „Tagesspiegel“. Wenn die Politik sich entscheide, nach 22 Pandemiemonaten einen Bonus zahlen zu wollen, dann sollte den „die volle erste Front“ des Gesundheitswesens erhalten. Czaja ist ehrenamtlich Präsident des Deutschen Roten Kreuzes in Berlin und war dort bis 2016 Gesundheitssenator.

Auch die Linkspartei im Bundestag wendet sich gegen Lauterbachs Vorhaben. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Susanne Ferschl sagte dem „Tagesspiegel“: „Ein Pflegebonus müsste an alle Pflegekräfte gezahlt werden.“ Denn die Pandemie sei für Intensiv-Pflegekräfte bis hin zu ambulanten Pflegediensten eine unglaubliche Belastung. „Diese unsägliche Differenzierung hat schon bei der Auszahlung des letzten Bonus zu viel Frust und Verärgerung geführt.“

Lauterbach hatte zuvor erklärt, der Pflegebonus sollte vor allem Pflegekräften bezahlt werden, die in der Corona-Pandemie besonders belastet waren. „Dann kann der Bonus auch in nennenswerter Höhe angesetzt werden“, hatte der Minister dem Redaktionsnetzwerk Deutschland gesagt. Nur so könne die besondere Leistung von Pflegekräften gewürdigt werden, die teilweise auch „ins persönliche Risiko gegangen“ seien.

SPD, Grüne und FDP haben in ihrem Koalitionsvertrag festgehalten, dass es einen Corona-Bonus für Pflegekräfte geben soll. Dafür will die Ampel-Regierung eine Milliarde Euro zur Verfügung stellen und die Steuerfreiheit für Bonuszahlungen auf 3000 Euro anheben.

Michael Rabba