Letztes Update:
20220103211355

Großbritannien und Südafrika ab Dienstag nur noch Hochrisikogebiete

20:24
03.01.2022
Die Bundesregierung hat die wegen der starken Ausbreitung der Omikron-Variante verhängten Einreisebeschränkungen für Großbritannien, Südafrika, Namibia und sechs weitere afrikanische Staaten gelockert. Die neun Länder, zu denen auch Botsuana, Eswatini, Lesotho, Malawi, Mosambik und Simbabwe gehören, werden ab Dienstag von Virusvariantengebieten zu Hochrisikogebieten zurückgestuft, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Montagabend mitteilte.

Fluggesellschaften durften zuletzt aus den Ländern im Wesentlichen nur noch deutsche Staatsbürger oder in Deutschland lebende Personen nach Deutschland befördern. Die Regel galt auch für den Bahn- oder Schiffsverkehr. Für Einreisende aus Virusvariantengebieten gilt zudem eine zweiwöchige Quarantänepflicht - auch für Geimpfte und Genesene.

Wer aus einem Hochrisikogebiet einreist und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich frühestens fünf Tage nach der Einreise mit einem negativen Test davon befreien. Als Hochrisikogebiete werden Länder und Regionen mit einem besonders hohen Infektionsrisiko eingestuft. Dafür sind aber nicht nur die Infektionszahlen ausschlaggebend. Andere Kriterien sind das Tempo der Ausbreitung des Virus, die Belastung des Gesundheitssystems oder auch fehlende Daten über die Corona-Lage.

dpa

2209 Corona-Neuinfektionen in Schleswig-Holstein gemeldet - Höchstwert

20:05
03.01.2022
Die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen und die Sieben-Tage-Inzidenz haben am Montag in Schleswig-Holstein Höchstwerte erreicht: Es wurden seit Sonntag 2209 Neuinfektionen gemeldet, wie aus den Daten der Landesmeldestelle hervorgeht. Damit wurde der bisherige Höchstwert vom 30. Dezember - 1675 - deutlich überschritten. Die Sieben-Tage-Inzidenz kletterte auf 295,5 (Vortag: 244,3). Der Wert steht für die Zahl der erfassten Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen.

Der starke Anstieg könnte durch Nachmeldungen zustande gekommen sein: Experten und Politik hatten darauf hingewiesen, dass die amtlichen Corona-Zahlen rund um die Feiertage am Jahresende nur bedingt aussagekräftig und eher zu niedrig sind - etwa weil wegen des Personalmangels in den Gesundheitsämtern in jenem Zeitraum weniger Testergebnisse weitergemeldet werden.

Die für Corona-Maßnahmen wichtige Hospitalisierungsinzidenz, die angibt, wie viele Corona-Kranke innerhalb einer Woche je 100 000 Menschen in Kliniken gekommen sind, sank hingegen - von 2,4 auf 2,27. Die Zahl der gemeldeten Covid-Patienten, die im Krankenhaus behandelt wurden, stieg binnen eines Tages um 30 auf 193. Auf Intensivstationen wurden 49 Covid-19-Schwerkranke betreut (+3). Die Zahl der Corona-Toten im Land seit Beginn der Pandemie stieg seit Sonntag um 3 auf 1889.

Im Vergleich der Städte und Kreise sticht bei der Sieben-Tage-Inzidenz weiter der Kreis Dithmarschen mit 635,6 negativ heraus. Danach folgen Kiel (397,8) und Flensburg (380,3). Den niedrigsten Wert gibt es nun in Schleswig-Flensburg (163,3).

dpa