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20211228135145

Tschentscher bittet um Geduld bei Corona-Impfungen für Kinder

13:18
28.12.2021
Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher hat bei den Corona-Impfungen für 5- bis 11-jährige Kinder um Geduld gebeten. „Bei der großen Zahl der Kinder in diesem Alter ist es nicht möglich, alle in wenigen Tagen oder Wochen zu impfen“, sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Es könnten auch nur so viele Termine vergeben werden, wie Impfstoff verfügbar sei.

Bei der Entscheidung der Eltern, ihre Kinder impfen zu lassen, würde sich Tschentscher von der Ständigen Impfkommission leiten lassen. „Ich würde mich immer nach den aktuellen Empfehlungen aufgrund objektiver Daten richten.“

Tschentscher zeigte aber auch Verständnis für die Bedenken vieler Eltern. „Es sind ja auch viele Kinderärztinnen und -ärzte zurückhaltend.“ Hamburg mache hier keinen Druck und habe Kinder und Jugendliche bislang von den 2G-Regeln ausgenommen. Tschentscher betonte aber auch: „Auf der anderen Seite gibt es aber auch viele Eltern, denen es sehr wichtig ist, dass auch ihre Kinder durch eine Impfung vor Corona geschützt werden.“

Jan-Felix Jasch

Viele Menschen übernehmen in der Pandemie ein Ehrenamt

12:26
28.12.2021
Die Zahl der freiwilligen Helferinnen und Helfer ist in der Corona-Pandemie in Niedersachsen vielerorts gestiegen. Viele Menschen hätten sich gemeldet, um Einkaufsdienste anzubieten oder auf andere Art und Weise zu helfen, sagte die Geschäftsleiterin der Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen und Koordinierungsstellen für das Ehrenamt in Niedersachsen (LAGFA), Francesca Ferrari. „Die Lockdowns und die Stilllegung des sozialen Lebens haben darüber hinaus zusätzliche Zeitkapazitäten bei den Menschen ermöglicht.“ Demnach stieg in den meisten Kommunen, in denen es Freiwilligenagenturen oder Koordinierungsstellen gibt, die Zahl der Ehrenamtlichen.

Die Gründe für einen ehrenamtlichen Einsatz sind Ferrari zufolge vielfältig. Neben dem Bedürfnis, anderen zu helfen, spielen auch die Bereicherung des Lebenslaufs, das Erwerben neuer Kompetenzen und das Kennenlernen neuer Menschen eine Rolle. In der Pandemie sei ehrenamtlicher Einsatz zudem ein Weg aus der Hilflosigkeit. „Die Menschen sind durch ihr Engagement nicht mehr die passiven Zuschauer eines Geschehens sondern können etwas bewirken“, so die Geschäftsleiterin. Gerade in Krisenzeiten seien positive und sinnstiftende Erlebnisse wichtig. „Dass Helfen glücklich und zufrieden macht, hat die Glücksforschung längst wissenschaftlich nachgewiesen.“ Wer anderen helfe, erhalte meistens eine direkte Rückmeldung. „Das kann ein Lächeln, eine Geste oder ein Wort sein.“

Jan-Felix Jasch