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20211225124204

Keine Weihnachtsruhe: 67.000 Impfdosen an Heiligabend verabreicht

11:46
25.12.2021
Am 24. Dezember haben sich erneut in Deutschland tausende Menschen den schützenden Piks gegen das Coronavirus abgeholt. Laut Robert Koch-Institut (RKI) wurden am Freitag rund 67.000 Impfungen verabreicht, davon waren 51.000 sogenannte Booster-Impfungen zum Auffrischen des Impfschutzes (Stand: Samstag, 10.31 Uhr). Der bisherige Impf-Rekord war am 15. Dezember mit insgesamt 1,6 Millionen Dosen erzielt worden.

Mindestens 58,9 Millionen Menschen sind demnach bisher zweifach geimpft oder haben die Einmalimpfung von Johnson & Johnson erhalten. Das sind 70,8 Prozent der Gesamtbevölkerung. Mindestens 29,9 Millionen Menschen haben zusätzlich einen „Booster“ erhalten.

Aktuell sind 21,7 Millionen Menschen in Deutschland nicht geimpft, das entspricht 26,2 Prozent der Bevölkerung. Für vier Millionen dieser Menschen im Alter von null bis vier Jahren (4,8 Prozent) steht bisher kein zugelassener Impfstoff zur Verfügung.

Auf dem RKI-Dashboard wird darauf hingewiesen, dass die Impfquoten als Mindestimpfquoten zu verstehen sind, „da eine hundertprozentige Erfassung durch das Meldesystem nicht erreicht werden kann“. Das Robert Koch-Institut geht davon aus, dass die tatsächliche Impfquote bis zu fünf Prozentpunkte höher liegt.

Saskia Hassink

Kinobranche schaut besorgt auf 2022

10:53
25.12.2021
Die deutsche Kinobranche hat erneut ein schwieriges Jahr hinter sich. Nach einem monatelangen Lockdown öffneten viele Filmtheater erst im Sommer 2021 wieder. „Ein halbes Jahr - gar kein Kino“, sagte Verbandschefin Christine Berg vom HDF Kino in Berlin. Sie hätten Sorgen gehabt, dass die Menschen danach vielleicht nicht mehr ins Kino gingen. „Aber die Menschen sind gekommen.“

Seit Juli seien rund 38 Millionen Kinokarten verkauft worden, sagte Berg der Deutschen Presse-Agentur. Sie beruft sich auf Daten eines Branchenanalysedienstes. Damit könnten fürs Jahr ähnlich viele Tickets verkauft werden wie 2020. Im Vergleich zu den Jahren vor der Pandemie bedeutet das weiterhin einen drastischen Einbruch.

„Die Leute haben Lust auf Kino“, sagte Berg. Sie kritisierte die Auflagen der Politik. Die Kinobranche werde nach wie vor anders behandelt als die Gastronomie, obwohl weniger geredet werde, man weniger hin- und herlaufe und sie bessere Lüftungsanlagen hätten.

Zuletzt seien die Besuchszahlen wieder zurückgegangen, sagte Berg. Das Wochenende Mitte Dezember sei nochmal gut gewesen, wegen des neuen Actionfilms „Spider-Man: No Way Home“. Sie schaue nun auch mit Sorge auf 2022. Denn für gewöhnlich verdienen Kinos vor allem im Winter ihr Geld, im Sommer ist weniger los. Jetzt könnten sie nicht für den Sommer vorbauen, sagte Berg.

Saskia Hassink