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Reiseverband: Geänderte Risiko-Einstufung führt zu Verunsicherung

19:08
23.12.2021
Nach der Einstufung Spaniens und Portugals als Corona-Hochrisikogebiete befürchtet die deutsche Reisewirtschaft eine zusätzliche Verunsicherung der Kunden. „Grundsätzlich führen Veränderungen bei der Risiko-Einstufung von Zielgebieten fast automatisch zu Verunsicherung bei den Reisewilligen und bei den Unternehmen, die Reisen anbieten“, sagte eine DRV-Sprecherin am Donnerstag auf Anfrage. Sie wies zugleich darauf hin, dass sich durch die Einstufung als Hochrisikogebiet für vollständig Geimpfte oder von Corona Genesene fast nichts ändere.

Sie müssten lediglich eine digitale Einreiseanmeldung für die Rückreise ausfüllen und die entsprechenden Nachweise dort hochladen. Urlauber, die weder geimpft noch genesen sind, müssen dagegen nach der Rückkehr nach Deutschland zehn Tage in Quarantäne. Diese kann frühesten am fünften Tag mit einem negativen Testergebnis beendet werden.

Im Gegensatz zum wichtigen Sommerreisegeschäft ist die Bedeutung von Portugal und Spanien mit Ausnahme der Kanaren im Winter für Veranstalter und Reisebüros deutlich geringer. Urlauber zieht es in der kalten und dunklen Jahreszeit vor allem in Sonnengebiete auf der Fernstrecke oder in Wintersportgebiete, die trotz wachsender Angebote der Veranstalter nach wie vor als klassische Individualreiseziele gelten.

Denise Frommeyer

In Hamburg treten schärfere Corona-Regeln in Kraft

18:44
23.12.2021
In Hamburg gelten ab Freitag (0 Uhr) schärfere Corona-Regeln. Die neue Eindämmungsverordnung des rot-grünen Senats, die erst am Donnerstagnachmittag unterzeichnet wurde, sieht unter anderem Kontaktbeschränkungen für Geimpfte und Genesene, eine Sperrstunde für die Gastronomie und ein Tanzverbot in Clubs und Diskotheken vor. Außerdem müssen Großveranstaltungen ohne Publikum stattfinden. Dies gilt unter 2G-Bedingungen für Geimpfte und Genesene im Freien und auch in Stadien - allerdings erst ab 5000 Besuchern - und in Innenräumen ab 2500.

Schon über die Weihnachtsfeiertage müssen damit auch Geimpfte und Genesene ihre privaten Zusammenkünfte auf maximal zehn Personen begrenzen. Unter 14-Jährige müssen dabei allerdings nicht mitgezählt werden. Für Ungeimpfte gilt bereits eine strengere Regel: Sie dürfen nur mit den Mitgliedern des eigenen Haushalts und höchstens zwei Mitgliedern eines weiteren Haushalts zusammentreffen.

Restaurants, Bars und Kneipen müssen ab sofort um 23 Uhr schließen. Nur in der Silvesternacht dürfen sie ausnahmsweise bis 1 Uhr am Neujahrsmorgen offen bleiben. Außerdem dürfen in der Gastronomie keine Stehtische mehr von Kunden genutzt werden. Das Tanzverbot kommt faktisch der Schließung von Clubs und Diskotheken gleich.

Denise Frommeyer