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20211223165744

Patientenschützer rät zu Corona-Selbsttest vor Weihnachtsbesuch

16:33
23.12.2021
Kurz vor einem Weihnachtsbesuch sollten sich alle selbst auf das Coronavirus testen. Darauf hat Patientenschützer Eugen Brysch am Donnerstag hingewiesen. Es sei wichtig, den Selbsttest unmittelbar vor dem Treffen vorzunehmen, auf jeden Fall am Tag des geplanten Besuchs - und nicht am Vortag, betonte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz in Dortmund. Das gelte besonders angesichts der ansteckenderen Coronavirus-Variante Omikron. „Wir müssen mit dem Virus leben und zugleich das wichtige Fest der Familien pflegen“, sagte Brysch. Dafür sei der Schnelltest ein sinnvoller Baustein. Von Treffen in größeren Gruppen sei abzuraten. „Man kann sich auch in Etappen Zeit nehmen für die Familie.“

Brysch äußerte sich zugleich im „Handelsblatt“ besorgt darüber, dass ein großer Teil der Selbsttests nicht geprüft und zudem nicht sicher sei, dass genügend Tests vorrätig seien. „Mangel und Mängel herrschen bei den Antigen-Schnelltests“, sagte er. Derzeit seien rund 600 Schnelltests am Markt, davon sei allerdings nicht einmal die Hälfte durch das Paul-Ehrlich-Institut geprüft. „Die Mehrzahl ist entweder nicht getestet oder nicht zuverlässig“, machte der Patientenschützer deutlich.

Denise Frommeyer

Hamburg lässt weiter Sportveranstaltungen unter 5000 Besuchern zu

16:13
23.12.2021
In Hamburg dürfen unter freiem Himmel und unter 2G-Bedingungen auch weiterhin Sportveranstaltungen mit weniger als 5000 Teilnehmern stattfinden. Das sieht die neue Corona-Eindämmungsverordnung des rot-grünen Senats vor, die am Donnerstagnachmittag unterzeichnet wurde, wie der Sprecher der Sozialbehörde, Martin Helfrich, der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Das gelte auch für Fußballstadien. In Innenräumen sind demnach unter 2G-Regeln, also nur für Geimpfte und Genesene, Veranstaltungen mit bis zu 2500 Teilnehmern möglich.

Die Ministerpräsidentenkonferenz hatte am vergangenen Dienstag beschlossen, dass Großveranstaltungen von überregionaler Bedeutung ab dem 28. Dezember ohne Publikum stattfinden müssen. In der Hamburger Eindämmungsverordnung werden Großveranstaltungen als Veranstaltungen ab 5000 Teilnehmern definiert. Sie tritt am Freitag in Kraft.

Inwieweit die Vereine von der neuen Regel Gebrauch machen werden, war zunächst noch unklar und damit auch, ob ein Heimspiel der Hamburg Towers gegen die Gießen 46ers in der Basketball-Bundesliga am
2. Weihnachtsfeiertag und ein Spiel des Handball Sportvereins Hamburg gegen den Bundesliga-Rivalen Bergischer HC einen Tag später vor Publikum stattfinden. Die Fußball-Zweitligisten HSV und FC St. Pauli spielen nach der Winterpause ohnehin erst wieder Mitte Januar um Punkte.

Unter 3G, also für Geimpfte, Genesen oder Getestete, sind laut der neuen Verordnung im Freien Veranstaltungen mit bis zu 500 Teilnehmern möglich, so es denn feste Sitzplätze gibt oder mit bis zu 250 Teilnehmern ohne feste Sitzplätze. Veranstaltungen in Innenräumen dürfen ausschließlich unter 2G stattfinden.

Denise Frommeyer