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Buschmann für „angemessene Maßnahmen“ gegen Omikron

18:16
19.12.2021
Nach der Stellungnahme des Corona-Expertenrats hat sich der FDP-Politiker und Bundesjustizminister Marco Buschmann grundsätzlich offen für neue Kontaktbeschränkungen gezeigt. „Die FDP ist eine Freiheitspartei und eine Partei der Verhältnismäßigkeit. Das heißt, dass man immer genau schaut, wie ist die Lage, wie gefährlich ist sie und welche Maßnahmen sind angesichts dieser Gefahr auch angemessen und verhältnismäßig“, sagte Buschmann am Sonntag im „Bericht aus Berlin“ der ARD. „Wenn wir allerdings jetzt Daten aus Großbritannien haben, dass Omikron sehr, sehr ansteckend ist, dass eine neue Welle möglicherweise auf die Intensivstationen zurollt, wird man angemessene Maßnahmen ergreifen müssen.“

Buschmann sagte, dass seine Partei in den letzten Wochen immer wieder auf das Instrument der Kontaktbeschränkungen hingewiesen habe, auch schon in der vierten Welle der Pandemie. „Natürlich sind wir bereit, wenn man diese Instrumente braucht, sie auch anzuwenden, wenn das dazu beiträgt beispielsweise, Schulschließungen und flächendeckende Lockdowns zu verhindern“, sagte er weiter. Man werde die Stellungnahme des Expertenrats nun in der Bundesregierung gemeinsam besprechen und auswerten.

Das neue Expertengremium sieht wegen der Ausbreitung der Omikron-Variante „Handlungsbedarf“ bereits für die kommenden Tage. „Wirksame bundesweit abgestimmte Gegenmaßnahmen zur Kontrolle des Infektionsgeschehens sind vorzubereiten, insbesondere gut geplante und gut kommunizierte Kontaktbeschränkungen“, heißt es in einer am Sonntag veröffentlichten ersten Stellungnahme

Denise Frommeyer

Omikron in Irland nun vorherrschende Variante

18:02
19.12.2021
Omikron hat sich in Irland zur vorherrschenden Corona-Variante entwickelt. Man gehe nach aktuellen Analysen davon aus, dass die Hälfte (51,6 Prozent) aller bestätigten Infektionen Omikron-Fälle seien, teilte das irische Gesundheitsministerium am Sonntag mit.

Der medizinische Chef-Berater Irlands, Tony Holohan, sagte dem irischen Sender RTÉ zufolge: „Es hat weniger als zwei Wochen gedauert, bis Omikron zur dominanten Covid-Variante in Irland geworden ist, was zeigt, wie ansteckend die Variante ist.“ Es sei nun unbedingt notwendig, Kontakte zu beschränken und die Kurve der Neuinfektionen abflachen zu lassen, um unnötige Todesfälle zu verhindern und das Gesundheitssystem zu schützen.

Sowohl die Kurve der Neuinfektionen als auch die der Todesfälle war in den vergangenen Tagen und Wochen in dem Land mit rund fünf Millionen Einwohnern steil angestiegen. Die Inzidenz, die in Irland nur für eine 14-Tages-Spanne angegeben wird, lag zuletzt (Stand: 13. Dezember) bei 1305 Fällen pro 100 000 Einwohner.

Anfang Dezember hatte die irische Regierung neue Corona-Beschränkungen eingeführt. So mussten Clubs zunächst wieder schließen und Theater oder Kinos dürfen nur die Hälfte ihrer Kapazitäten besetzen. Für private Treffen gibt es wieder Obergrenzen: So dürfen sich maximal Angehörige von vier Haushalten treffen.

Denise Frommeyer