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Niederlande verhängen neuen Lockdown

18:44
18.12.2021
Die Niederlande haben kurz vor Weihnachten wegen der Omikron-Variante des Coronavirus einen neuen strengen Lockdown verhängt. Von diesem Sonntag an müssen fast alle Geschäfte, Gaststätten, Kultur- und Sporteinrichtungen, Schulen und Friseure schließen. Ausgenommen sind nur Läden wie Supermärkte und Apotheken, die für die Versorgung wichtig sind. Die extrem schnelle Verbreitung der Omikron-Variante zwinge zu diesen harten Maßnahmen, sagte Ministerpräsident Mark Rutte am Samstagabend in Den Haag. „Es ist unvermeidlich. Wir müssen eingreifen, um Schlimmeres zu verhindern.“

Zu Hause darf man nun in der Regel nur noch zwei Gäste empfangen - nur zu Weihnachten sind es vier. Der Lockdown soll zunächst bis zum 14. Januar gelten, also bis ins neue Jahr hinein. Eine Ausgangssperre werde es vorerst nicht geben, sagte Rutte. Bisher galt in dem deutschen Nachbarland mit etwa 17,5 Millionen Einwohnern schon ein „Abend-Lockdown“. Die meisten Geschäfte, Gaststätten sowie Kultur- und Sporteinrichtungen mussten um 17 Uhr schließen.

Das Beratergremium der Regierung hatte wegen der Omikron-Variante dringend zu dem strengeren Lockdown geraten. Es müsse Zeit gewonnen werden, um so viele Menschen wie möglich mit einer Booster-Impfung vor einer Covid-19-Erkrankung zu schützen. Die Niederlande sind im Vergleich zu anderen Ländern mit Auffrischungsimpfungen in Verzug.

Die Omikron-Variante verbreitet sich nach Angaben der Experten viel schneller aus als bisher erwartet. In Amsterdam verdoppelt sich die Zahl der Infektionen alle zwei bis drei Tage. Bereits vor Weihnachten werde diese Variante in der Hauptstadt dominant sein, hieß es. Zur Zeit sinkt die Zahl der Neuinfektionen zwar. Doch die Krankenhäuser stehen unter hohem Druck, so dass sie nach Befürchtung der Experten einen weiteren Zustrom von Patienten nicht auffangen könnten.

Denise Frommeyer

Polizei: Demos gegen Corona-Maßnahmen weitestgehend friedlich

18:24
18.12.2021
Mehrere Demonstrationen gegen Corona-Maßnahmen sind am Samstag in Niedersachsen nach Polizeiangaben weitestgehend friedlich beendet worden. Bis auf einige Verstöße gegen die Maskenpflicht und das Abstandsgebot blieben zwei Versammlungen in Hannover unauffällig, wie ein Polizeisprecher sagte. Zusammen hatten sich ihm zufolge etwa 850 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusammengefunden. Die Zahl der Ordnungswidrigkeiten werde wohl im zweistelligen Bereich liegen, sagte der Polizeisprecher aus der Landeshauptstadt.

Deutlich größer aber ebenfalls ohne besondere Vorkommnisse endete eine Versammlung mit dem Thema „Grundrechte sind nicht verhandelbar“ in Osnabrück. Wie die Polizei mitteilte, nahmen daran wie angekündigt etwa 2000 Menschen teil. Aufgrund einer Gegenkundgebung mit etwa 300 Menschen habe es einige verbale Provokationen geben. Vereinzelt seien Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten eingeleitet worden. In mehren weiteren Städten des Landes waren für den Samstag kleinere Demos angekündigt.

Denise Frommeyer