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20211213203116

110.000 Kinder zwischen fünf und elf Jahren können sich impfen lassen

17:48
13.12.2021
In einem ersten Schritt können sich 110.000 Kinder zwischen fünf und elf Jahren in Niedersachsen gegen das Coronavirus impfen lassen. Die nächste Lieferung des Impfstoffes von Biontech/Pfizer soll in der ersten Januarwoche erfolgen, wie das Gesundheitsministerium in Hannover am Montag mitteilte. Laut Ministerium sind rund 500.000 Kinder im Bundesland zwischen fünf und elf Jahren alt. Im Laufe der Woche starten demnach die Covid-Schutzimpfungen in dieser Altersgruppe.

Das Ministerium rät Eltern, die ihre Kinder gegen das Coronavirus impfen lassen möchte, sich zuerst an die Kinderärzte zu wenden. Die mobilen Impfteams sowie 19 Kinderkliniken im Bundesland würden sich ebenfalls daran beteiligen. Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) machen die meisten Praxen erst dann Termine, wenn sie wissen, wie viel Impfstoff sie tatsächlich erhalten haben. Dieser wird seit diesem Montag ausgeliefert.

„Leider hat die Ständige Impfkommission ihre Empfehlung zu den Kinderimpfungen erst nach Ablauf der Bestellfrist für den Impfstoff und auch nur eingeschränkt ausgesprochen. Ich bin mir aber sicher, dass sich in den kommenden Wochen immer mehr Kinderärztinnen und Kinderärzte an den Impfungen beteiligen werden“, sagte Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) laut Mitteilung.

Denise Frommeyer

Krisenstab will keine Pause zwischen den Jahren für Impfkampagne

16:49
13.12.2021
Der Corona-Krisenstab im Bundeskanzleramt drängt für die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr auf eine ungebremste Fortsetzung der Impfkampagne. Impfwillige müssten auch in dieser Zeit offene Impfstellen finden, sagte der Leiter des Krisenstabes, Carsten Breuer, am Montag bei einem Besuch in Dresden. „Impfen, Impfen, Impfen - darauf kommt es jetzt an.“ Der Krisenstab werde dabei jede Facette betrachten. „Die Impfkapazitäten müssen so hochgefahren werden, dass jeder die Möglichkeit hat, auch ein niedrigschwelliges Angebot wahrnehmen zu können.“

Breuer, Generalmajor der Bundeswehr, hatte für seinen ersten Besuch in einem Bundesland nicht umsonst Sachsen ausgewählt: Der Freistaat ist seit langem ein Hotspot der Pandemie in Deutschland. Als Militär wisse er, dass man sich „am besten im Schwerpunkt aufhält“, um von hier aus Veränderungen herbeizuführen und Dinge zum Positiven zu wenden, erklärte er. Es gehe darum, die in Sachsen gemachten Erfahrungen mit denen in anderen Ländern zusammenzuführen. Er habe dazu in Dresden viele Anregungen erhalten.

Der Leiter des Krisenstabs hatte sich am Vormittag mit Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer in der Staatskanzlei getroffen. Der CDU-Politiker begleitete den Offizier später ins Impfzentrum und warb noch einmal eindrücklich für den Piks. „Das Impfen ist derzeit ein Wettlauf gegen die Zeit. Wir wissen, dass wir mit dieser sehr, sehr niedrigen Impfquote keine Chance haben, wenn diese neue Virusvariante auftritt“, sagte Kretschmer. Andernfalls werde die neue Omikron-Variante auch einen neuen Lockdown bescheren.

Kretschmer zufolge sind die Erfahrungen der Bundeswehr mit Logistik gerade in der Pandemie hoch hochwillkommen. Nach dieser Katastrophe werde man noch einmal neu darüber nachdenken müssen, wie Zivilschutz in Deutschland zu organisieren sei, welche Beiträge die Bundeswehr leisten müsse und wie man sie dafür technisch und personell besser aufstellen könne. Nach den Hochwasserkatastrophen an Oder und Elbe habe es eine vernünftige Aufarbeitung gegeben hat. „Das muss hier auch so sein“, bemerkte der Regierungschef.

Denise Frommeyer